Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
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Dehnübungen

Stretching zur Verletzungsprävention: ein Konzept zwischen Tradition & Evidenzlücken

Stretching ist fester Bestandteil sportlicher Routinen. Während positive Effekte von Dehnübungen auf die Beweglichkeit und manche sportartspezifischen Leistungsparameter gut belegt sind, ist die Evidenz zur Verletzungsprävention sehr heterogen. Aktuelle Studien zeigen, dass Stretching hier sehr differenziert betrachtet werden muss.

Senioren

Zum Nutzen von Akupunktur bei älteren Rückenschmerzpatienten

Leitlinien empfehlen neben Physiotherapie auch Akupunktur als nichtmedikamentöses Verfahren bei chronischen Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich. Trotzdem bestehen noch Fragen zur optimalen Dosis und zu Effekten, speziell bei älteren Rückenschmerzpatienten. Eine US-Studie schließt nun die bestehende Forschungslücke.

Sport-Technologie

Handgelenkgetragene Inertialsensoren zur Technikdiagnostik und Verletzungsprävention im Hammerwurf – eine sportmedizinische Perspektive

Zusammenfassung eines wissenschaftlichen Beitrags (Originalarbeit) aus der Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin (DZSM) mit Link zum englischsprachigen Originalartikel und Downloadmöglichkeit als PDF.

Frauen

Osteoporose: HIIT plus Vitamin D erhöhen Knochendichte signifikant

Osteoporose wird meist primär als geriatrisches Krankheitsbild oder bei Frauen als Folgeerscheinung der Postmenopause assoziiert. Eine neue Studie zeigt nun, dass Frauen bereits in der prämenopausalen Lebensphase durch Sport und Vitamin-D-Zufuhr vorbeugen können.

Leistungs- und Gesundheitsüberwachung

Hochfrequente, speichelbasierte, zielgerichtete Multi-Omics als Screening‑Instrument im Profifußball – Die Perspektive der Praktiker

Zusammenfassung eines wissenschaftlichen Beitrags (Originalarbeit) aus der Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin (DZSM) mit Link zum englischsprachigen Originalartikel und Downloadmöglichkeit als PDF.

Diagnostik

Knie- und Femur-CT bieten Zweitnutzen zur Osteoporose-Voraussage

Forscher sind im Rahmen einer retrospektiven Studie der Frage nachgegangen, ob sich bereits vorliegende Bilddaten anderer Untersuchungen zur Ermittlung individueller osteologischer Risiken eignen. Sozusagen als Zusatznutzen, ohne dass weitere bildgebende Verfahren nötig wären.

Bidirektionales Netzwerk

Wie die Bone-Brain-Axis Psyche und Skelett koppelt

Knochen galten lange Zeit als reines Stützgewebe. Das hat sich erst in der jüngsten Vergangenheit gewandelt. Der Wissensstand heute ist, dass der Knochen ein aktives endokrines Organ ist. Das nächste Level dieser Erkenntnis heißt „Bone-Brain-Axis“: Knochen und Gehirn bilden eine Art Netzwerk.

Flare-up-Risiko

Lumbale Rückenschmerzen: welche Alltagsbewegungen sind kritisch?

Eine aktuelle Studie hat erstmals systematisch untersucht, welche häufigen Alltagsbewegungen akute lumbale Rückenschmerzen verursachen können, wie lange diese Schmerzperioden dauern und ob sie ein Risiko für langfristige funktionelle Einschränkungen bergen.

Leistungsoptimierung

Welches Krafttraining ist für Laufleistung am effektivsten?

Neben Ausdauertraining ist bei Laufsportlern auch Krafttraining zur Steigerung der Laufleistung bewährt. Doch welche Krafttrainingsmethoden eignen sich hier am besten und nehmen sie auch Einfluss auf weitere leistungsbestimmende Parameter?

Muskelzuwachs

Blutflussrestriktionstraining gut geeignet für Typ-2-Diabetiker

Inwieweit stellt ein Krafttraining mit geringem Gewicht in Kombination mit einer Reduktion des Blutflusses eine Alternative zu klassischem Krafttraining dar? Besonders für Personen mit geringer körperlicher Belastbarkeit, Adipositas oder Gelenkproblemen, wie dies u. a. bei Typ-2-Diabetikern häufig der Fall ist.

Kardiometabolische Risiken

Adipositas: Jahrelanges Ausdauertraining verändert Fettgewebe

Dauerhaftes Abnehmen und somit eine Reduktion der damit verbundenen Risiken ist für adipöse Menschen oft schwer zu erzielen. Eine neue US-Studie liefert nun Hinweise darauf, dass Betroffene durch Ausdauertraining auch unabhängig von einer Gewichtsreduktion kardiometabolische Vorteile erzielen können.

Rehabilitation

Achillessehnen-Tendinopathie: Expertenkonsens zur Wadenheber-Übung

Die Wadenheber-Übung ist zentraler Bestandteil konservativer Rehabilitationsprogramme bei Achillessehnen-Tendinopathie. Doch welche Trainingsparameter machen den Unterschied? Ein internationales Expertengremium hat nun die aus ihrer Sicht entscheidenden Variablen identifiziert.

Diagnostik

Laterale Ellenbogenschmerzen sind nicht immer ein Tennisarm

Fast jeder zweite Patient mit lateralen Ellenbogenschmerzen leidet nicht, wie oft reflexartig angenommen, an einer Epicondylitis humeri lateralis, so eine neue Studie. Bei dieser Symptomatik könnten auch ganz andere Pathologien vorliegen, was eine strukturierte Differenzialdiagnostik essenziell macht.

Sportkardiologie

Differenzialdiagnose Sportherz vs. Kardiomyopathien

In der kardiologischen Diagnostik ist bei Ausdauersportlern die Unterscheidung pathologischer Herzerkrankungen vom sogenannten „Sportherz“ eine der zentralen Herausforderungen. Forscher haben deshalb die diesbezügliche, aktuelle Studienlage gesichtet und plädieren für ein exakteres diagnostisches Vorgehen.

Bewegungsapparat

Schwefel- und Moortherapien in der sportmedizinischen Rehabilitation

Balneologische Verfahren wie Schwefel- und Moortherapien gehören seit über zwei Jahrhunderten zum festen Bestandteil der europäischen Medizintradition. Sie sind vor allem in der Behandlung rheumatischer Erkrankungen etabliert und gewinnen zunehmend auch in der modernen sportmedizinischen Behandlung an Bedeutung.

Pulswellengeschwindigkeit im Fokus

Gefäßsteifigkeit nach der Menopause – kann Training helfen?

In der Peri- und Postmenopause beschleunigt sich durch den Abfall der Östrogenspiegel die Gefäßalterung deutlich. Das begünstigt die Zunahme arterieller Gefäßsteifigkeit und erhöht das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse. Ob Bewegungstraining dem entgegenwirken kann, hat eine Studie untersucht.

Operative Therapie

Suture Tape Augmentation bei ACL-Rekonstruktion von Vorteil?

Bei der operativen Versorgung von Rupturen des vorderen Kreuzbands wird öfters die sog. Suture Tape Augmentation angewendet, um das Transplantat während der frühen Heilungsphase biomechanisch zu entlasten. Doch hat die kombinierte Strategie klinisch messbare Vorteile gegenüber konventionellen Verfahren?

Differenzierungen nötig

Rapide Gewichtsreduktion im Sport – kritisch beleuchtet

In gewichtssensitiven Sportarten versuchen Athleten oft, vor Wettkämpfen schnell noch durch rapide Gewichtsreduktion einen Vorteil zu erlangen. Ein Positionspapier kritisiert diese Namensgebung nun als allzu willkürlich, schlägt eine grundlegende Neubewertung des Phänomens vor und will für die Negativfolgen sensibilisieren.

Primärprävention

Entzündungsmarker hsCRP verbessert Vorhersage des kardiovaskulären Risikos

Chronische, niedriggradige Entzündungen gelten als treibende Kraft der Atherosklerose. Diese lassen sich jedoch im Rahmen einer Routinediagnostik oft nur schwer erkennen. Eine Studie beleuchtet nun die Bedeutung des Markers hsCRP als Prädiktor für schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse.

Ohne zusätzlichen Sport

Gewichtsweste bei Adipositas verbessert Körperzusammensetzung

Eine Studie aus Schweden hat untersucht, ob eine zusätzliche Gewichtsbelastung durch eine Weste die Körperzusammensetzung bei adipösen Erwachsenen verbessern kann – ohne Veränderungen der Ernährung oder zusätzlichen Sport. Die Ergebnisse sind überraschend.

Neurodegeneration

Körperliche Aktivität im mittleren und hohen Alter senkt Demenzrisiko signifikant

Demenzerkrankungen, allen voran die Alzheimer-Demenz, zählen zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Eine Studie liefert nun neue Evidenz dafür, dass körperliche Aktivität in der Lebensmitte und im höheren Alter mit einem signifikant reduzierten Risiko für Demenz einhergeht.

Blutfettwerte

Lipidspezifische Effekte moderaten Trainings

Moderates körperliches Training gilt als bewährte Maßnahme zur Prävention chronischer Erkrankungen. Eine neue Studie zeigt nun, dass sich moderater Sport nicht nur auf klassische Blutfettwerte auswirkt, sondern gezielt bestimmte Lipidklassen moduliert – mit geschlechtsspezifischen Unterschieden.

Psychische Erkrankungen

Sport reduziert Depressionen bei Heranwachsenden

Bewegung gilt auch im Kindes- und Jugendalter zunehmend als Therapieoption bei psychischen Erkrankungen. Die Wirksamkeit bei manifesten depressiven Störungen in dieser Altersgruppe war bisher jedoch unklar. Welche Parameter sportlicher Interventionen den größten Effekt haben, zeigte jetzt eine Studie.

Kardiovaskuläres Risiko

Die präventive Wirkung körperlicher Belastungsspitzen im Alltag

Können intensive körperliche Belastungsspitzen im Alltag ebenso zur Reduktion schwerer kardiovaskulärer Ereignisse beitragen wie regelmäßiger Sport und gibt es dabei geschlechtsspezifische Unterschiede? Das hat eine aktuelle prospektive Analyse aus der UK-Biobank untersucht.

Skelettmuskulatur

Trainingsart beeinflusst epigenetische Anpassungen

Ausdauer- oder Krafttraining bewirken strukturelle und funktionelle Veränderungen der Skelettmuskulatur. Doch welche spezifischen Anpassungen auf Ebene von DNA-Methylierung, Transkriptom und Proteom ergeben sich durch verschiedene Trainingsformen?

Neurostimulation

Nicht invasive Hirnstimulation zur Performance-Steigerung?

Die transkranielle Elektro- und Magnetstimulation kann Sportler körperlich wie mental stärken. Das legt zumindest ein neuer Review nahe. Kraft, Ausdauer, Koordination und mentale Stabilität verbesserten sich in vielen Studien, doch ethische Bedenken bleiben.