Beitragsübersicht Editorial

Neurologische Sportmedizin – weit mehr als Gehirnerschütterungen und periphere Nervenschäden!

Prof. Claus Reinsberger ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der DZSM. In seinem Beitrag greift er die Wichtigkeit der neurologischen Sportmedizin auf, wodurch nachhaltig eine stetig wachsende Verbesserung der Gesundheit und Betreuung von Sportlerinnen und Sportlern entstehen kann.

Optimierung der muskuloskelettalen Rehabilitation durch Einbezug individueller Faktoren der zellulären Plastizität

Prof. Martin Flück ist Leiter des Labors für Muskelplastizität an der Universitätsklinik Balgrist der Uni Zürich. Sein Beitrag geht der Frage nach, inwiefern der Einbezug individueller genetischer und weiterer konstitutioneller Faktoren der Muskelplastizität für die muskuläre Rehabilitation optimiert werden könnten.

Individualisiertes Training – ein biopsychosozialer Ansatz

Prof. Barbara Munz und Prof. Ansgar Thiel beschäftigen sich mit der an Bedeutung gewonnenen Frage nach der Individualisierung von Training in Spitzen- und Gesundheitssport.

Kritische Dateninterpretation von biomechanischen Studien am Beispiel des Anterolateralen Komplexes

Prof. Volker Musahl der University of Pittsburgh, USA, ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der DZSM. Gemeinsam mit Dr. Elmar Herbst bezieht er kritisch Stellung zur aktuelle Datenlage der Verletzungen des Bandapparates im Knie.

Erholung ist mehr als Nichtstun!

Prof. Michael Kellmann ist Experte in den Themen Sportpsychologie und Erholung im Leistungssport. In seinem Beitrag beschreibt die vier Erholungs-Beanspruchungsmuster und deren Auswirkungen auf den (sportlichen) Alltag.

Dick trotz Sport? Ein angeblicher Paradigmenwechsel beruht auf Rechenfehlern

Prof. Dr. med. Dieter Böning war verblüfft über eine Publikation im Spektrum der Wissenschaft vom November 2017. Dort hieß es: „Das Abnehm-Paradox. Warum wir trotz Sport dick bleiben.“ Böning ging dieser Aussage auf den Grund und zeigt, warum die Autoren entscheidende Fehler gemacht haben.

Die Medizin ignoriert Nikotingebrauch als Krankheit

Prof. Jürgen M. Steinacker, Hauptschriftleiter der Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin (DZSM) moniert, Rauchen sei kein Lebensstil, wie uns die Werbung seit Jahrzehnten suggeriert, sondern eine Krankheit und solle als solche anerkannt werden.

Die wachsende Bedeutung immunregulatorischer Effekte von körperlicher Aktivität

Prof. Karsten Krüger arbeitet schwerpunktmäßig an molekularen und zellulären Grundlagen der trainingsinduzierten Anpassungen und die Mechanismen anti-entzündlicher Effekte von Sport. In seinem Beitrag beleuchtet er die Rolle chronisch-subklinischer Entzündungen in der Pathogenese zahlreicher innerer, orthopädischer, neurologischer und psychischer Erkrankungen.

Ein Plädoyer für überzeugende Empfehlungen zur Sport- und Bewegungstherapie bei Arthrose

Prof. Inga Krauß betont in Ihrem Beitrag die wichtige Rolle des Arztes im Patientengespräch. Er kann die Motivation für eine Therapie bewirken und die psychosozialen Kontextfaktoren positiv beeinflussen.

Potenziale der Individualisierung im Sport und Gesundheitscoaching stärker nutzen

Prof. Kuno Hottenrott ist der Meinung. dass die Potenziale der Individualisierung im Sport bisher nur unzureichend genutzt werden. Erkenntnisse aus der Wissenschaft, z.B. über den Einfluss genetischer und epigenetischer Faktoren auf die Trainierbarkeit und Leistungsfähigkeit, sollten für eine gezielte Ansteuerung von Trainingsstimuli genutzt werden. Dazu ist eine stärkere Individualisierung des Trainings notwendig.