Return-to-Sports: Mehr Training reduziert Wiederverletzungsrate

Return-to-Sports: Mehr Training reduziert Wiederverletzungsrate
© Alain Vermeulen / Adobe Stock

Nach einer Verletzung ist es für Sportler meist ein harter Weg zurück in den Wettkampf. Umso frustrierender, wenn sich direkt eine erneute Verletzung anschließt. Die Football Research Group der Universität Linköping, Schweden, konnte in ihrer neuen Studie nicht nur zeigen, dass das nicht untypisch ist, sondern auch, wie sich das Risiko für eine Wiederverletzung senken lässt. (1)

Dazu analysierten sie über 300 000 Fußballspiele und fanden 4805 Fälle, in denen ein Spieler nach einer moderaten bis schweren Verletzung (über eine Woche Abwesenheit) wieder erstmals an einem Spiel teilnahm. Zum einen wurden die Neuverletzungen der Wiedereinsteiger mit den über die Saison zu erwartenden Verletzungsraten verglichen. Zum anderen wurde die Anzahl der Trainingseinheiten vor dem ersten Wettkampf abgeschätzt und auf einen Zusammenhang mit der Wiederverletzungsrate hin untersucht. Außerdem unterschieden die Forscher die auftretenden Verletzungen zwischen muskulär und nicht-muskulär.

In den Analysen zeigte sich, dass Spieler nach einer Verletzungspause ein um 87 Prozent höheres Risiko hatten, sich erneut zu verletzen, als es die durchschnittlichen Verletzungsraten pro Spiel vorhersagen würden (46,9 statt 25 Verletzungen pro 1000 Spielstunden). Dabei fielen muskuläre Verletzungen mit 58 Prozentpunkten deutlich stärker ins Gewicht als nicht-muskuläre. Außerdem legen die Erkenntnisse der Forscher nahe, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Wiederverletzung pro vor dem Spiel absolvierter Trainingseinheit um 7 Prozent sinkt.

Für Ärzte und Trainer können die Daten wertvolle Erkenntnisse liefern, wie der Sportler besser vor Wiederverletzung geschützt werden kann.

Wiederverletzungsrate gestaffelt nach Trainingseinheiten
Daten aus (1) © DZSM 2019

■ Hutterer C

Ähnliche Beiträge zum Thema finden Sie weiter unten!

Quellen:

  1. Bengtsson H, Ekstrand J, Waldén M, Hägglund M. Few training sessions between return to play and first match appearance are associated with an increased propensity for injury: a prospective cohort study of male professional football players during 16 consecutive seasons. Br J Sports Med. 2019. doi:10.1136/bjsports-2019-100655