Kura L | Seite 25 von 26 | Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
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Beitragsübersicht Kura L

Schreckgespenst Schambeinentzündung: Neue Wege in Diagnostik und Therapie

Immer wieder hört man von Leistungssportlern, die aufgrund einer Schambeinentzündung lange ausfallen oder sogar ihre Karriere vollständig an den Nagel hängen müssen. Doch wo sich das Behandlungsspektrum bislang zwischen »monatelange Ruhigstellung« und »massive Operation« bewegte, tun sich jetzt weit differenziertere Diagnose- und Therapieoptionen auf.

Kreuzbandplastik: Doppelbündel- schlägt Einzelbündeltechnik

Rupturen des vorderen Kreuzbandes gehören zu den häufigsten Verletzungen bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln wie etwa Tennis, Skifahren oder Fußball. Die meisten dieser Verletzungen werden operativ rekons­truiert. Finnische Sportmediziner haben die Langzeiteffekte zweier gängiger Operationstechniken miteinander verglichen: Einzelbündel- und Doppelbündelplastik.

Sport im Jugendalter beugt späteren Herzerkrankungen vor

Eine schwedische Langzeit-Kohorten-Studie hat die Langzeiteffekte einer sportlich aktiven Jugend auf spätere Herzerkrankungen untersucht. Die Ergebnisse belegen einen signifikanten Zusammenhang zwischen bewegungsarmen jungen Erwachsenenjahren und späteren Herzinsuffizienz-Erkrankungen.

Marathon: akuter Stress für die Nieren

Eine aktuelle Studie hat in einer Untersuchung von Teilnehmern des Hartford Marathons im Jahr 2015 kurzzeitige Symptome von akutem Nierenversagen festgestellt und damit eine weniger deutlich auf Nierenparameter ausgelegte deutsche Studie aus dem Jahr 2013 bestätigt.

Tendinopathie der Achillessehne: Steroid- oder Plasma-Injektionen ergänzen exzentrisches Training

Eine chronische Tendinopathie der Achillessehne stellt für Sportler eine Geduldsprobe dar, denn die Heilung kann langwierig sein. Zusätzlich zur klassische Behandlung wird manchmal eine meist einmalige großvolumige Injektion mit Steroiden oder mit thrombozytenreichem Plasma verabreicht. Doch was bringt die Spritze?

HIIT: Übergewichtige profitieren am meisten

Ein Team von Forschern an der aus­tralischen Central Queensland University hat in einer Meta-Analyse die kardiometabolischen Effekte von kurzzeitigem und langfristigem Hochintensitäts-Intervalltraining (HIIT) an normalgewichtigen und übergewichtigen Probanten untersucht.

Schienbein-Frakturen: Neue OP-Methode mit distalem Tibianagel entwickelt

Das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie der Universitätsmedizin Mainz (ZOU) hat eine neuartige Operationsmethode zur Fixierung von sprunggelenknahen Schienbeinfrakturen entwickelt. Dabei wird der Titannagel wird nicht antegrad von der Kniescheibe aus in den Knochen eingebracht, sondern retrograd aus Richtung des Innenknöchels.

Knöcheldistorsion: Physiotherapie bringt offenbar kaum etwas

Werden Patienten mit verstauchtem Knöchel vorstellig, verordnen Ärzte häufig, neben den gängigen Erstmaßnahmen, eine mehrstufige Physiotherapie. Sie soll dabei helfen, schnell die vollständige Funktionalität des Fußes wiederzuerlangen. Das ist jedoch nur in wenigen Fällen tatsächlich zielführend, wie eine kanadische Studie ergab.

Instabile Knöchelfrakturen – Spezielle Kontaktgipstechnik als Alternative zur OP

Instabile Frakturen des Sprunggelenks werden nach wie vor überwiegend chirurgisch versorgt. Jetzt bietet sich ein spezielles Gipsverfahren, das Close Contact Casting (CCC), vor allem bei geriatrischen Sprunggelenkfraktur-Patienten als Alternative an.

Bewegung gegen chronischen Schmerz bei älteren Patienten

Eine tägliche moderate bis ausgiebige körperliche Aktivität, verringert bei Senioren deutlich das Schmerzempfinden. Vor allem gerade Chroniker, deren endogene Schmerzmodulation sowieso störanfälliger ist, profitieren jedem Zeitpunkt ihrer persönlichen Schmerzgeschichte von physischer Aktivität.