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Fortsetzung Frozen Shoulder – bewegen oder nicht?

Schulter-Impingement-Syndrom

Ein weiterer Review (2) untersuchte Bewegungstherapien beim Schulter-Impingement-Syndrom. Dieses gilt bei der sekundären Form der Frozen Shoulder als eine der häufigsten Ursachen für das Beschwerdebild. Über 200 randomisierte Studien flossen in die Bewertung mit ein. Für das Schulter-Impingement-Syndrom steht eine Reihe von Therapieverfahren zur Verfügung. Die Auswertung der Daten ergab, dass
• Bewegungstherapie besser ist als keine Therapie,
• eine spezifische Bewegungstherapie besser wirkt als eine allgemeine Bewegungstherapie,
• Manualtherapie besser ist als eine Placebo-Behandlung und
• Bewegungstherapie in Kombination mit Manualtherapie besser ist als Bewegungstherapie alleine.

Ergänzend können laut den Autoren Methoden wie Taping, Manualtherapie oder Extrakorporale Stoßwellentherapie erwogen werden. Nicht aussagekräftig waren Daten zur Einnahme von NSAR und Steroiden im Vergleich zur Bewegungstherapie.

Fazit: Ist die Ursache für eine Frozen Shoulder in einem  zu finden, sind Bewegungstherapien für die Besserung von großer Bedeutung. Bei unklarer Genese oder anderen Ursachen ist die Datenlage weniger eindeutig; in diesen Fällen scheinen Glucokortikoid-Injektionen überlegen zu sein.

■ Hutterer C

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Quellen:

  1. Page MJ, Green S, Kramer S, Johnston RV, McBain B, Chau M, Buchbinder R. Manual therapy and exercise for adhesive capsulitis (frozen shoulder) (Review). Cochrane Data­base of Systematic Reviews 2014; 8: CD011275. doi: 10.1002/14651858.CD011275

  2. Steuri R, Sattelmayer M, Elsig S, Kolly C, Tal A, Taeymans J, Hilfiker R. Effectiveness of conservative interventions including exercise, manual therapy and medical management in adults with shoulder impingement: a systematic review and meta-analysis of RCTs. Br J Sports Med. 2017; 51: 1340-1347. doi: 10.1136/bjsports-2016-096515