Sozial-ökologische Korrelate des aktiven Schulwegs von Grundschulkindern: Eine Querschnittsanalyse

Zusammenfassung eines wissenschaftlichen Beitrags (Originalarbeit) aus der Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin (DZSM) mit Link zum englischsprachigen Originalartikel und Downloadmöglichkeit als PDF.

Sozial-ökologische Korrelate des aktiven Schulwegs von Grundschulkindern: Eine Querschnittsanalyse
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Körperliche Aktivität (kA) im Kindesalter ist entscheidend für Gesundheit und Wohlbefinden, doch viele Kinder erreichen die empfohlenen Bewegungszeiten nicht. Ein aktiver Schulweg (AS) – z.B. zu Fuß oder mit dem Fahrrad – ist eine vielversprechende Strategie, tägliche kA zu fördern.

Ziel dieser Querschnittsstudie war es, Zusammenhänge zwischen individuellen, familiären und umweltbezogenen Faktoren und dem AS bei Erstklässlern zu untersuchen. Basierend auf Daten der KOMPASS(2)-Studie in Leipzig (n=471, Alter: 7,4 ± 0,4 Jahre) wurde ein hierarchisches logistisches Regressionsmodell angewendet. Insgesamt nutzten 64,8% der Kinder regelmäßig einen AS.

Signifikant mit dem aktiven Schulweg assoziiert waren ein niedriger Körperfettanteil, höhere elterliche kA, ein positives gesundheitsbezogenes Familienklima für kA, ein höheres mütterliches Bildungsniveau, eine größere Haushaltsgröße sowie eine kürzer wahrgenommene Gehzeit zur Schule.

Die Ergebnisse verdeutlichen die Relevanz eines mehrdimensionalen Ansatzes, bei dem die elterliche Vorbildfunktion und Umweltwahrnehmung zentrale Rollen spielen. Interventionsstrategien sollten elterliches Engagement stärken, aktive Routinen im Familienkontext fördern und durch stadtplanerische Maßnahmen die Schulumgebung bewegungsfreundlicher gestalten, um nachhaltige Bewegungsgewohnheiten frühzeitig zu etablieren.

■ Estorff I, Ebert B, Streicher H, Wagner P

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