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Fortsetzung Pro und Contra Kinesiotaping: Was können die bunten Pflaster?

Pro Kinesiotaping

Rainer Sieven, Physiotherapeut, Dipl.-Sportlehrer, Lehrstabsmitglied und Referent Deutscher Olympischer Sportbund

Aus guten Gründen hat sich Kinesiotaping in den letzten Jahren durchgesetzt, nicht zuletzt wegen der guten Therapieerfolge im Leistungssport. Wenige, aber signifikante Forschungsergebnisse belegen mittlerweile die Wirkung bei Schmerzreduktion, Beweglichkeitsverbesserung und Entstauung. Auch bei anderen Beschwerden erzielt die Methode hervorragende Ergebnisse – nur eben ohne wissenschaftlichen »Segen«. Das maßvoll elastische Baumwolltape mit rückseitig sinusförmig aufgebrachtem Kleber soll über Hautverschiebung und propriozeptive Stimulation wirken; Tapes zur Faszien-Behandlung haben spezifische Lochmuster. Werden unterschiedlich große Flächen beklebt, können wir von einer differenzierten Reizung der Behandlungsareale ausgehen. In der Sportphysiotherapie steigern Tapeanlagen auch die sensomotorische Leistung – mit messbarem Anstieg des EMG-Signals in den ersten 24 Stunden, was auf aktive Stabilität, vermehrte Muskelaktivität und möglicherweise Tonusregulierung hinweist. Alles in allem begeistern mich die Möglichkeiten der Methode sehr. (Weiter im Text auf der nächsten Seite)

Rainer Sieven, Physiotherapeut, Dipl.-Sportlehrer, Lehrstabsmitglied und Referent Deutscher Olympischer Sportbund
Rainer Sieven, Physiotherapeut, Dipl.-Sportlehrer, Lehrstabsmitglied und Referent Deutscher Olympischer Sportbund © Sieven