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Die Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin behandelt die klinische Praxis und deren angrenzende Felder im Sinne translationaler Forschung, die den Einfluss von körperlicher Aktivität, Bewegung, Training und Sport sowie Bewegungsmangel von gesunden Personen und Patienten aller Altersgruppen erforscht. Dies umfasst die Auswirkungen von Prävention, Diagnose, Therapie, Rehabilitation und körperlichem Training sowie das gesamte Feld der Sportmedizin und sportwissenschaftliche, physiologische und biomechanische Forschung.

Die Zeitschrift ist die führende und meistgelesene deutsche Zeitschrift für die gesamte Sportmedizin. Sie richtet sich an alle Ärzte, Physiologen und sportmedizinisch/sportwissenschaftlich interessierte Wissenschaftler aller Disziplinen sowie an Physiotherapeuten, Trainer, Praktiker und Sportler. Die Zeitschrift ermöglicht allen Wissenschaftlern online Open Access zu allen wissenschaftlichen Inhalten und viele Kommunikationsmöglichkeiten.

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Kardiologie
ORIGINALIA
ÜBERGEWICHT UND MOTORIK BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN

Körperzusammensetzung und Motorik übergewichtiger und adipöser Kinder und Jugendlicher anhand der ApV-Daten

Body Composition and Motor Performance of Overweight Children on the Basis of the APV-Data

ZUSAMMENFASSUNG

In der Sport- und Bewegungstherapie dienen sportmotorische Tests der Evaluation der körperlichen Leistungsfähigkeit. Ziel der vorliegenden Studie ist es, den Zusammenhang zwischen der Körperzusammensetzung, aus Fettmasse (FM) und fettfreier Masse (FFM), und einzelner Aspekte der motorischen Leistungsfähigkeit im Verlauf einer Intervention zu untersuchen. Retrospektiv wurden Daten von insgesamt 425 Kindern und Jugendlichen (239 Mädchen, 56%) im Alter zwischen 8 und 18 Jahren (MW: 13,3±2,3 Jahre) aus einer multizentrischen Beobachtungsstudie (APV-Initiative) ausgewertet. In die statistische Analyse wurden neben den anthropometrischen Daten die motorischen Fähigkeiten sowie die Körperzusammensetzung (Bioelektrische Impedanzanalyse, BIA) einbezogen. Die motorischen Fähigkeiten wurden anhand des modifizierten Münchner Fitnesstests (mMFT) sowie des 6-Minuten Gehtests (6MGT) erfasst. Es kommt einerseits zu einer signifikanten (p<.0001) Abnahme an FM (-4,23±2.73kg) und FFM (-1.45±1.62kg) und andererseits zu einer signifikanten Verbesserung im mMFT und im 6MGT (+44.28±59.70m). Die veränderte Körperzusammensetzung hängt, abhängig vom Geschlecht, mit den Ergebnissen im Ballprellen (r=-0.175; p<.05; Mädchen), Zielwerfen (r=-0.250; p<.05; Mädchen), Rumpfbeugen (r=-0.191; p<.01; Jungen) und, unabhängig vom Geschlecht, im 6MGT (r=-0.251; p<.0001) zusammen. Die Kraftfähigkeiten scheinen hingegen unbeeinflusst zu bleiben sein (r=-0.046, p>.05). Im Verlauf einer stationären Adipositasintervention werden die Körperzusammensetzung (zu Gunsten der FFM) und die motorische Leistungsfähigkeit signifikant verbessert. Die Abnahme an FFM (kg) scheint dabei die körperliche Leistungsfähigkeit nicht negativ zu beeinflussen. Die Ergebnisse fordern eine detaillierte Betrachtung der Sport- und Bewegungstherapie inwieweit die Art der Körperübungen die Körperzusammensetzung und die einzelnen Aspekte der motorischen Leistungsfähigkeit beeinflusst.

Schlüsselwörter: Adipositas, Münchner-Fitnesstest, Körperfettanalyse, motorische Fähigkeiten

SUMMARY

Aim of the present study was to evaluate the effects of an in-patient rehabilitationprogram on motor performance and body composition. A second question was to look at the impact of body composition on motor performance. In this retrospective study 425 children (239 female, 56%) and adolescents aged between 8 and 18 years (mean: 13,3±2,3 years) were analyzed. Bioelectrical impedance analysis was used to assess body composition measurement (BIA). Motor performance was determined by the modified Münchner-Fitnesstest (mMFT) and the 6-minute-walk test (6mwt). On the one hand there is a signifikant (p<.0001) loss of FM (-4,23±2.73kg) and FFM (-1.45±1.62kg) and on the other hand a signifikant improvement in mMFT and 6mwt (+44.28±59.70m). The changed body composition is, depend on sex, associated to the results in Ballprellen (r=-0.175; p<.05; girls), Zielwerfen (r=-0.250; p<.05; girls), stand and-reach-test (r=-0.191; p<.01; boys) and, independend of sex, in 6mwt (r=-0.251; p<.0001). The strength of the lower limbs seems to be unaffected (r=-0.046, p>.05). In process an inpatient obesity-intervention the body composition (towards the FFM) and the motor performance can be improved significantly. The loss of FFM seems to have no negative effect on the motor performance. The result of this study conveys a detailed view on physical excercises influenceing the reduction of FM and minimizing the loss of FFM.

Key Words: Obesity, Münchner-Fitnesstest, body composition, motor performance

EINLEITUNG

In den letzten Jahrzehnten ist es zu einem Anstieg der Prävalenz von Übergewicht und Adipositas im Kindes und Jugendalter gekommen. Nach den Zahlen der jüngst publizierten KIGGS-Studie (28) liegt der Anteil übergewichtiger Kinder und Jugendlicher bei 15% und der Anteil der Adipösen bei 6%. Und obwohl es Hinweise darauf gibt, dass die Zunahme in den meisten Bundesländern nicht mehr ansteigt bzw. sogar rückläufig ist (35), können Übergewicht und Adipositas, deren Ursache insbesondere im zunehmenden Bewegungsmangel liegt, schon im Kindes- und Jugendalter die motorische Leistungsfähigkeit einschränken und zu orthopädischen und kardiovaskulären Erkrankungen führen (2).
Tabelle 1:

Klick zum VergroessernZudem konnte gezeigt werden, dass viele übergewichtige und adipöse Kinder und Jugendliche auch im Erwachsenenalter übergewichtig bzw. adipös bleiben (7). Diesem Risiko und der damit verbundenen Milliardenbelastung für das Gesundheitssystem (27) sollte frühzeitig durch eine mehrwöchige oder mehrmonatige multidisziplinäre Adipositasintervention auf ambulanter oder stationärer Ebene entgegengewirkt werden (46). Dabei sollte die Sport- und Bewegungstherapie fester Bestandteil dessen sein, denn neben der Reduktion der Fettmasse einhergehend mit der Senkung von Gesundheitsrisiken (8) wird die Veränderung des Bewegungsverhaltens im Sinne einer gesteigerten körperlichen Aktivität angestrebt (16).

PROBLEM UND ZIELSTELLUNG

Bisher konnte ein negativer Zusammenhang zwischen Übergewicht und Adipositas und den motorischen Fähigkeiten (wie Ausdauerleistungsfähigkeit und Kraft) beobachtet werden (34). Es konnte zudem gezeigt werden, dass körperliche Aktivität im Rahmen einer Gewichtsreduktion den Verlust an fettfreier Körpermasse (FFM) reduzieren kann (3, 40). Es wurde jedoch bislang nicht untersucht, welchen Einfluss die Veränderung der Körperzusammensetzung auf die motorischen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen hat. Für die vorliegende Studie ergeben sich zwei Fragestellungen. Inwieweit ändert sich die Körperzusammensetzung während einer 4- bis 6-wöchigen stationären Adipositasintervention bei übergewichtigen und adipösen Kindern und Jugendlichen? Welcher Zusammenhang besteht zwischen der veränderten Körperzusammensetzung und der motorischen Leistungsfähigkeit der Probanden?

MATERIAL UND METHODE

Für die vorliegende Studie wurden retrospektiv aus der multizentrischen Adipositas-Patienten-Verlaufsdokumentation (APV; 31) der Universität Ulm (Stand: Mai 2011) die Daten von insgesamt 425 übergewichtigen und adipösen Kindern und Jugendlichen (239 Mädchen, 56%) im Alter zwischen 8 und 18 Jahren (MW=13,3±2,3 Jahre) herangezogen.
Tabelle 2:
Klick zum VergroessernDie Probanden wurden in drei alters- und entwicklungsspezifische Cluster/ Altersklassen (AK) eingeteilt (50), mittleres Kindesalter (AK I, 7 bis <11Jahre, N=75), spätes Kindesalter/ frühes Jugendalter (AK II, 11 bis <15Jahre, N=247) sowie spätes Jugendalter/ Adoleszenz (AK III, 15 bis 18Jahre, N=103).
Die Daten stammen aus vier stationären Adipositaszentren, die sowohl zu Beginn (t1) als auch am Ende (t2) der 4- bis 6-wöchigen Intervention erfasst wurden. Eingeschlossen wurden nur solche Datensätze, bei denen neben den anthropometrischen Daten auch eine Analyse der Körperzusammensetzung mittels Bioelektrischer Impedanzanalyse (BIA) sowie die Testung der motorischen Fähigkeiten mittels modifiziertem Münchner Fitnesstest und 6-Minuten Gehtest (6MGT) vorlagen. Der durchschnittliche Body-Mass-Index (BMI) liegt bei 30,8±5,3kg/m² (Tab. 2). Der BMISDS (Standard-Deviation-Score), hier dienten die KIGGSReferenzwerte (38) als Grundlage, beträgt 2,00±0,45 (Tab. 1).
Die Körperzusammensetzung aus Fettmasse (FM), fettfreier Masse (FFM) und Körperwasser (KW) wurde nach Wabitsch (45) ermittelt: TBW = 0.35 x (Ht²/R) + 0.27 x age + 0.14 x wt – 0.12 (Ht in m).

Der Münchner-Fitnesstest
Zur Messung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei adipösen und übergewichtigen Kinder und Jugendliche wurde der MFT (39) modifiziert (mMFT) und umfasst lediglich 4 von 6 TestItems: Zielwerfen (ZW, Auge-Hand-Koordination), Ballprellen (BP, Gleichgewichtsfähigkeit), Rumpfbeugen (RB, Dehnfähigkeit der hinteren Oberschenkelmuskulatur) und Standhochsprung (SHS, Schnell-/ Sprungkraft). Um die Ergebnisse mit einer Normpopulation (26) vergleichen zu können wurden die Rohwerte in alters- und geschlechtsspezifische Testwerte umgewandelt. Die Berechnung statistischer Zusammenhänge erfolgte jedoch auf Basis der Rohwerte.
Die Ausdauerleistungsfähigkeit wurde mithilfe des 6MGT (30) gemessen. Die erfassten Ergebnisse wurden mit denen von gesunden Kindern und Jugendlichen (N=353) verglichen (18). Die durchschnittliche Gehstrecke liegt hier bei 674.4±69.8m (Mädchen, (N=166): 658.8±54.5m; Jungen (N=187): 688.9±78.5m).

Statistische Aufbereitung
Die Daten wurden mithilfe des Datenverarbeitungsprogramms SAS 9.3 aufbereitet und ausgewertet. Dabei wurde auf die deskriptive und analytische Statistik zurückgegriffen. Der Kolmogorov-Smirnov-Test diente zur Überprüfung der Daten auf Normalverteilung und der Rangkorrelationskoeffizient nach Spearman als Maßstab für den Zusammenhang zwischen zwei Variablen. Als kritisches Signifikanzniveau wurde p=.05 festgelegt. Die Mittelwerte wurden mithilfe des t-Test verglichen.

ERGEBNISSE

Anthropometrie
Die erhobenen Daten der weiblichen Probanden weichen zu Beginn der Intervention (t1) nur sehr geringfügig von den männlichen ab.
Tabelle 3:
Klick zum VergroessernMit zunehmender Altersklasse sind höhere anthropometrische Werte zu beobachten. Demgegenüber ist der BMISDS in der AK III am größten und in der AK II am geringsten (Tab. 1).
Zum Zeitpunkt t2 (Tab. 2) konnte unabhängig von Geschlecht (bei den Jungen jedoch größer als bei den Mädchen) und Altersklasse eine signifikante Abnahme von KG, BMI sowie BMISDSbeobachtet werden (p<.0001). In Bezug auf die Altersklassen ist die Abnahme von KG und BMI in der AK III und die Abnahme des BMISDS in der AK I am größten (jeweils p<.0001).

Körperzusammensetzung
In Bezug auf die FM unterscheiden sich die weiblichen Probanden zum Zeitpunkt t1 kaum von den männlichen. In der AK III ist der Anteil an FM am größten. Die FFM ist bei den Jungen höher als bei den Mädchen und ist in der AK III real (in kg) am größten und prozentual am geringsten (Tab. 1).
Zum Zeitpunkt t2 (Tab. 2) verändert sich die Körperzusammensetzung signifikant (p<.0001). Die FM (kg) nimmt bei den männlichen Probanden deutlich stärker ab als bei den weiblichen und ist bezüglich der Altersklasse in der AK III am größten. Unabhängig von Geschlecht und Altersklasse ist ebenso ein Verlust an FFM (kg) zu beobachten (jeweils p<.0001). Die prozentuale Zunahme an FFM ist jedoch bei den Jungen (+2.71%) deutlich größer als bei den Mädchen (+1.49%). Die Abnahme an FFM (kg) ist in der AK II am größten. Prozentual nimmt die FFM besonders in der AK III zu.
Die statistischen Zusammenhänge zwischen FM und FFM sind in Tab. 5 dargestellt.

Ergebnisse mMFT
Zum Zeitpunkt t1 (Tab. 1) erzielen die männlichen Probanden im BP, ZW und SHS geringfügig bessere Ergebnisse als die weiblichen. Im RB sind die Ergebnisse der Mädchen deutlich besser. Im BP, ZW und SHS erzielen die Probanden mit zunehmender Altersklasse höhere Ergebnisse. In Bezug auf die Altersklassen erzielt die AK III im RB die höchsten und die AK II die niedrigsten Testergebnisse.
Unabhängig von Geschlecht und Altersklasse konnten zum Zeitpunkt t2 im BP und ZW signifikante Verbesserungen (p<.0001) beobachtet werden. Signifikante Veränderungen im RB weisen die AK II und AK III auf (p<.0001). In der AK I konnte im RB und SHS zudem eine Verschlechterung beobachtet werden. Lediglich in AK II gab es im SHS eine statistisch signifikante Veränderung (Tab. 2).
Die weiblichen Probanden erzielen in den Testwerten zum Zeitpunkt t1 in allen Test-Items bessere Ergebnisse als die männlichen. Die AK I erzielt im BP, RB und SHS die höchsten Testwerte, im ZW die AK III (Tab. 1). Zum Zeitpunkt t2 konnten mehrheitlich signifikante Verbesserungen im BP, ZW und RB beobachtet werden. Im ZW wurden vorwiegend schlechtere Testwerte erzielt (Tab. 2).
Im 6MGT weichen die Ergebnisse der Jungen zum Zeitpunkt t1 um etwa 3% von denen der Mädchen ab. Die AK II legt die längste Gehstrecke zurück, die AK III die kürzeste. Unabhängig von Geschlecht und Altersklasse kommt es zum Zeitpunkt t2 zu signifikanten Verbesserungen (Tab. 2).

Körperzusammensetzung und mMFT
Zum Zeitpunkt t1 weisen die Ergebnisse in den Test-Items BP, ZW, SHS und 6MGT unabhängig vom Geschlecht signifikante Zusammenhänge mit FM (kg) und FFM (kg) auf. FM (%) und FFM (%) korrelieren zudem signifikant mit den Ergebnissen im SHS (Tab. 3).
In Abhängigkeit von Geschlecht und Altersklasse konnten vereinzelt signifikante Zusammenhänge zwischen der veränderten Körperzusammensetzung und der veränderten Leistungsfähigkeit (im BP, ZW und RB) beobachtet werden (Tab. 4).
Im 6MGT konnten, insbesondere in AK II und III, signifikante Zusammenhänge zwischen der Veränderung der FM (kg) und den Ergebnissen im 6MGT beobachtet werden (jeweils p<.01). Die Veränderung von FM (%) und FFM (%) korreliert, vor allem in der AK III, mit den Ergebnissen im 6MGT (jeweils p<.01, Tab. 4).

DISKUSSION

Körperzusammensetzung
Im Mittelpunkt der vorliegenden Studie stand zunächst die Veränderung der Körperzusammensetzung während einer stationären Adipositasintervention. Einige Studien konnten zeigen, dass die Körperzusammensetzung währenddessen unbeeinflusst bleibt (6, 25, 44). Andere Autoren berichten jedoch von einer Abnahme der FM und einer Zunahme der FFM (12, 47). Wie auch bei Dao (11) ist der Verlust an FM in der vorliegenden Studie bei den Jungen deutlich höher als bei den Mädchen. Es konnte jedoch, unabhängig von Geschlecht und Altersklasse, nicht nur eine Abnahme an FM (kg), sondern ebenso, wie bei Webster (48), eine Abnahme an FFM (kg) beobachtet werden. Dass die Abnahme an FM unmittelbar mit der Abnahme an FFM wie bei Tershakovec (43) statistisch zusammenhängt, was ebenso von Karner-Rezek (24) bei übergewichtigen Mädchen (MW: 15.1±1.5Jahre) beobachtet wurde, zeigten ebenso in sehr geringem Maße die Ergebnisse der vorliegenden Studie (Tab. 5). So könnte der Verlust an FFM (kg) (insbesondere bei den männlichen Probanden) mit dem Verlust an FM (kg) erklärt werden.
Untersuchungen an 14- bis 60-jährigen Frauen haben ergeben, dass der Verlust an FFM nicht größer als 22% vom Gewichtsverlust insgesamt sein sollte (48). In der vorliegenden Studie wird dieser Anteil vor allem in AK I (ca. 30%) und AK II (ca. 27%) deutlich überschritten, in der AK III liegt der Anteil bei ca. 21%. Die FFM spiegelt nicht nur Muskel-, sondern ebenso Organmasse wieder (13). Sollte der hohe Verlust an FFM (kg) vor allem Muskelmasse implizieren, so muss aus sporttherapeutischer Sicht die Erreichung der geforderten sportmedizinischen Ziele einer Adipositasintervention, im Speziellen den Erhalt (bzw. Minimierung des Abbaus) der Muskelmasse während einer Gewichtsreduktion (3, 21, 40), anhand der vorliegenden Studie in Frage gestellt werden.
Der Verlust an FFM (kg) kann aus muskelphysiologischer Sicht möglicherweise mit einer verbesserten nervalen Muskelaktivierung und damit mit einer ökonomisierten Muskelarbeit erklärt werden (20). Es muss ebenso auf die Ernährung, die als Therapiebaustein in der Adipositasintervention Anwendung findet (33), hingewiesen werden, denn eine strikte Ernährungsumstellung kann den Verlust an FFM mit begründen (10) und durch eine eiweißreiche Ernährung möglicherweise entgegenwirkt werden (17).

Modifizierter Münchner Fitnesstest
Der mMFT ermöglicht es mit einem geringen Aufwand an Zeit, Material und Personal die einzelnen Aspekte der motorischen Fähigkeiten abzubilden (9). Die alters- und geschlechtsspezifischen Testwerte zeigen, dass das durchschnittliche Leistungsvermögen der weiblichen Probanden insgesamt höher ist, als das der männlichen und mit zunehmender Altersklasse scheinbar abnimmt. Im ZW scheint demgegenüber ein (alters- und entwicklungs-) spezifisches Fähigkeits- und Fertigkeitsniveau notwendig. Das durchschnittliche Leistungsvermögen einer gesunden Normpopulation liegt laut Klaes (26) bei einem Testwert von 50. Auch wenn die Probanden zum Zeitpunkt t2 ihre Leistungsfähigkeit teilweise um mehr als 5 Testpunkte steigern konnten, liegen sie insbesondere im BP und SHS deutlich unter dem Durchschnitt. Demgegenüber werden zum Zeitpunkt t2 im ZW (AK III) und RB (AK I) zum Teil Testwerte erreicht, die nur geringfügig vom durchschnittlichen Leistungsvermögen abweichen.
Die Beweglichkeit ist abhängig vom Geschlecht (50), was in der vorliegenden Studie ebenso beobachtet werden konnte. Die Beweglichkeit konnte zudem in den Altersklassen II und III signifikant verbessert werden, was sich mit den Ergebnissen von Pienaar (36) deckt.
Im Gegensatz zu Dao (12) konnte in der vorliegenden Studie lediglich in der AK II eine statistisch relevante Verbesserung im vertikalen Sprung beobachtet werden (p<.05). Die Veränderung der Muskelkraft in den unteren Extremitäten ist abhängig vom Alter der Probanden und der Art des Trainings (5). Zudem sollte diesbezüglich die Relativkraft betrachtet werden. Diese beschreibt die maximale Last im Verhältnis zur Körpermasse und ist dann von Bedeutung, wenn der eigene Körper (z.B. beim Laufen oder Springen) bewegt werden muss (50).
Jüngere Untersuchungen beschreiben den 6MGT als aussagekräftiges Instrument für die Beurteilung der kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit übergewichtiger Kinder und Jugendlicher (15, 19). Im Vergleich zur Normpopulation (18) liegen die Testergebnisse zum Zeitpunkt t1 insgesamt um ca. 3.4% (Mädchen ca. 2.5%, Jungen ca. 3.7%) unter denen gesunder Kinder und Jugendlicher. Nach der Intervention (t2) erreichen die Probanden sogar Ergebnisse, die über der Norm liegen, was einerseits mit einer verbesserten kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit (41) und andererseits mit einer verbesserten Muskelökonomie erklärt werden kann (20, 24).
In mehreren Studien konnte bei adipösen Kindern und Jugendlichen die positive Wirkung von körperlicher Aktivität auf die motorische Leistungsfähigkeit Klick zum Vergroessernbelegt werden (6, 22, 47). Die vorliegenden Ergebnisse zeigen größtenteils, dass neben den geforderten sportlichen Zielen (23) einer Adipositasintervention, nämlich die Verbesserung der Ausdauer (6MGT) und der Koordination (ZW, BP), ebenso eine geringfügige Verbesserung in der Beweglichkeit (RB) und der Sprungkraft (SHS) erreicht werden konnte. Die verbesserte körperliche Leistungsfähigkeit kann dazu beitragen das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen zu vermindern (21,22), die positiven Therapieergebnisse längerfristig aufrechtzuerhalten (32) und kann den Grundstein für eine langanhaltende Bewegungsfreude legen.

Körperzusammensetzung und motorische Leistungsfähigkeit
Die vorliegende Studie sollte, ausgehend von einer mehrwöchigen stationären Adipositasintervention, den Zusammenhang zwischen einer veränderten Körperzusammensetzung und der motorischen Leistungsfähigkeit untersuchen. Ausgehend von der Tatsache, dass zu Beginn der Intervention (t1) die Ergebnisse im BP und ZW, unabhängig vom Geschlecht, signifikant von der FM (kg) und der FFM (kg) abhängen, lässt sich am Ende der Intervention (t2) beobachten, das die veränderte Körperzusammensetzung, in Abhängigkeit von der Altersklasse, scheinbar nur bei den Mädchen mit der Verbesserung der Auge-Hand-Koordination (AK II) und der Gleichgewichtsfähigkeit (AK III) zusammenhängt.
Es kann weiterhin angenommen werden, dass die Abnahme an FM (kg) bei Jungen mit einer verbesserten Beweglichkeit der hinteren Oberschenkelmuskulatur bzw. mit einer verbesserten Hüftbeugefähigkeit einhergeht. Da der größte Anteil an FM im abdominalen Bereich angesiedelt ist (45, 12) und der Rumpf in Bezug auf die Körperfettmasse wahrscheinlich der höchsten Variabilität bei einer Gewichtsintervention unterliegt (1), sollte der Faktor Bauchumfang als Einflussfaktor für die Beweglichkeit weiter untersucht werden.
Zu Beginn der vorliegenden Untersuchung (t1) korrelierten wie auch bei Dao (12) nicht nur die Ergebnisse im SHS mit FM (kg), sondern ebenso mit FFM (kg). Im Gegensatz zur genannten Literatur konnten im Verlauf jedoch keine signifikanten Zusammenhänge zwischen der veränderten Körperzusammensetzung und den Testergebnissen zum Zeitpunkt t2 beobachtet werden. Da die FM im Allgemeinen als bedeutendster Einflussfaktor für das motorische Fähigkeit- und Fertigkeitsniveau der unteren Extremitäten angesehen wird (29), kann für die vorliegende Studie angenommen werden, dass eine exzessive FM die Schnell-/ Sprungkraft zwar limitiert, die Abnahme der FM während einer stationären Intervention jedoch scheinbar keinen Einfluss auf die Kraftfähigkeit der unteren Extremitäten hat.
In Bezug auf den 6MGT lassen die vorliegenden Ergebnisse vermuten, dass, konform mit der Literatur (42), die Veränderung der Körperzusammensetzung zu Gunsten der FFM mit einer verbesserten Ausdauerleistungsfähigkeit einhergeht. Die Ursachen können auch hier einerseits auf eine höhere kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit (41) und andererseits auf eine verbesserte Muskelökonomie zurückgeführt werden (20).
Obwohl in der vorliegenden Studie eine signifikante Abnahme der FFM (kg) beobachtet werden konnte, scheint dies, unabhängig von Alter und Geschlecht, die motorische Leistungsfähigkeit nicht negativ zu beeinflussen. Inwieweit mit dem Verlust an FFM (kg) ebenso ein tatsächlicher Verlust an Muskelmasse verbunden ist und welche Auswirkungen dies auf die einzelnen Aspekte der motorischen Leistungsfähigkeit hat, sollte in weiteren Studien untersucht werden.

Einschränkungen:
Die Daten für die vorliegende Studie wurden in vier zertifizierten Adipositaszentren erhoben und in der APV-Datenbank der Universität Ulm gesammelt. Aus diesem Grund lässt sich die Einhaltung der Testgütekriterien nicht endgültig zurückverfolgen (37).
Adipositas verursacht möglicherweise pathologische Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt, was bei der Berechnung und Bewertung der Körperzusammensetzung berücksichtigt werden sollte (4, 14, 49).Ebenso muss die Motivation der Probanden, die zu verschiedenen (Mess-)Zeitpunkten unterschiedlich ausgeprägt sein kann, kritisch hinterfragt werden. Zudem kann der Kenntnisstand der Kinder und Jugendlichen bzgl. der Testübungen zum Zeitpunkt t2 das Messergebnis beeinflussen (24).
Studien belegen, dass die Veränderung der Körperzusammensetzung von der Art der Körperübung (Kraft- vs. Ausdauertraining) abhängig ist (21,32). In der APV-Datenbank wird zwar die Häufigkeit, jedoch nicht der Inhalt der sport- und bewegungstherapeutischen Einheiten dokumentiert, was die Vergleichbarkeit der Messergebnisse erschwert.

ZUSAMMENFASSUNG

Eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme bei übergewichtigen und adipösen Kindern und Jugendlichen führt zu einer signifikanten Änderung der Körperzusammensetzung. Dabei kommt es neben der Reduktion an Fettmasse zu einem Verlust an fettfreier Körpermasse, was jedoch die körperliche Leistungsfähigkeit nicht negativ zu beeinflussen scheint. Insgesamt scheint eine veränderte Körperzusammensetzung in geringem Maße bei Mädchen mit einer verbesserten Feinmotorik und bei Jungen mit einer verbesserten Beweglichkeit zusammenzuhängen. Im Allgemeinen scheint unabhängig vom Geschlecht ein weitaus größerer Zusammenhang zwischen der Veränderung der Körperzusammensetzung und der Ausdauerleistungsfähigkeit zu bestehen. Ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen einer veränderten Körperzusammensetzung und der Kraftfähigkeit scheint jedoch nicht zu existieren.

AUSBLICK

Die Sport- und Bewegungstherapie kann einerseits die körperliche Leistungsfähigkeit nachweislich verbessern und andererseits das prozentuale Verhältnis der Körperzusammensetzung zu Gunsten der fettfreien Masse positiv beeinflussen. Dennoch sollten in weiteren Studien die speziellen sport- und bewegungstherapeutischen Inhalte (Ausdauer- vs. Krafttraining) und deren Einfluss auf die Körperzusammensetzung detailliert betrachtet werden.

Danksagung
Die Arbeit wurde unterstützt durch das Kompetenznetz Adipositas gefördert vom Deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (Förderkennzeichen 01GI1130). Für die Unterstützung und Hilfe bei der Anfertigung des Manuskripts bedanke ich mich vielmals bei Frau Uta Remmers (Leiterin Dr. Becker PhysioGym Norddeich), Herrn Dr. Thomas Drüke (Chefarzt der Orthopädie in der Dr. Becker Klinik Norddeich), Frau Christin Dräger (Dr. Becker PhysioGym Norddeich) und bei Herrn Dr. Stefan Berghem (Chefarzt Ostseestrandklinik Klaus Störtebeker Kölpinsee/Usedom).

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Korrespondenzadresse:
Heiko Schwerin
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