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Die Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin ist die führende und meistgelesene deutschsprachige Zeitschrift für die gesamte Sportmedizin. Sie richtet sich an alle sportmedizinisch tätigen Ärzte, Allgemeinmediziner, Internisten, Kardiologen, Orthopäden, Chirurgen u.v.a., ebenso an andere sportmedizinisch / sportwissenschaftlich interessierte Wissenschaftler aller Disziplinen sowie an Physiotherapeuten, Trainer, Praktiker und Sportler.

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Aktuelle Meldungen


Nachruf

Dr. Hans Stecher verstorben

Dr. Hans StecherAm 6. Januar 2015 verstarb im 94. Lebensjahr Herr Dr. med. Hans Stecher, der 60 Jahre für den Sport und die deutsche Sportmedizin wirkte. Am 13. Juni 1921 geboren, absolvierte er kurz vor Kriegsbeginn das Abitur am Kurfürst-Friedrich-Gymnasium zu Heidelberg und begann mit dem Medizinstudium in Heidelberg und Tübingen. Nach dem Krieg genoss er eine intensive klinische Weiterbildung in der Universitäts-Klinik Heidelberg. 1948 ließ er sich in dem Heidelberger Stadtteil Handschuhsheim als praktischer Arzt nieder. Er war dort bis 2001 in einer Gemeinschaftspraxis tätig. Als Tennisspieler und Schwimmer interessierte ihn neben dem Sport besonders die Sportmedizin. Als einer der ersten Ärzte der Bundesrepublik erwarb er 1971 die Zusatzbezeichnung Sportmedizin. Zu deren Erwerb führte er danach viele Jahre lang Sportärzte -Weiterbildungskurse durch. Er engagierte sich zunächst auf Landes-, später auch auf Bundesebene sportmedizinisch für die Sportarten Boxen und Leichtathletik. 1967 wurde er zum Präsidenten des Sportärztebundes von Nordbaden, 1978 von Gesamtbaden gewählt. Als Olympia-Arzt betreute er Hochleistungs-Sportler bei den Olympischen Sommerspielen 1960 in Rom, 1968 in Mexiko City und 1972 in München. Er gehörte zu den über 240 engagierten deutschen Ärzten, die bei den Spielen im eigenen Land hunderte von Sportlern im Zentralbau des Olympischen Dorfes und an den Wettkampfstätten rund um die Uhr betreuten. Hans Stecher war jahrzehntelang in der Bezirksärztekammer Nordbaden, der Landesärztekammer und der kassenärztlichen Vereinigung Badens tätig. Von 1972-1992 versah er das Amt des Generalsekretärs des Deutschen Sportärztebundes (DSÄB). Zusammen mit seiner langjährigen Angestellten, Frau Ursula Ilse Lang, betreute er mit großer Umsicht erfolgreich die Geschäftsstelle in Heidelberg. In dieser Zeit entwickelte sich die Deutsche Sportmedizin optimal, die Mitgliederzahl wuchs von etwa 5000 auf etwa 10.000 Mitglieder. Der DSÄB wurde damit zum zweitgrößten deutschen Ärzteverband. In seinem Hause fanden in den Jahren seiner Tätigkeit die meisten Sitzungen des Präsidiums des DSÄB, unter den Präsidenten Herbert Reindell und Wildor Hollmann statt. In einer anregenden Atmosphäre wurden neue Ideen geboren und zukunftsweisende Entwicklungen angestoßen. Unter Hans Stechers sekretarieller und organisatorischer Leitung fanden 1990 und 1991 zwei gemeinsame Sitzungen der Sportärzte-Verbände aus Ost und West statt, die nach Aussagen der Kollegen aus den neuen Bundesländer zu der friedlichsten und kollegialsten Wiedervereinigung der deutschen Sportmedizin führte, die man sich denken kann.
Hans Stecher wurden von allen Gremien, in denen er aktiv war, hohe Auszeichnungen verliehen. 1979 erhielt er die höchste Auszeichnung der Landesärztekammer Baden-Württemberg, die Albert Schweitzer Medaille, 1981 das Bundesverdienstkreuz. 1984 verlieh ihm der Landessportsportverband Baden-Württemberg die Ehrennadel, 1986 der deutsche Sportärztebund sein goldenes Ehrenzeichen und 1994 die Stadt Heidelberg die Ehrenplakette.
In der Freizeit war Hans Stecher vielseitig interessiert, nicht nur im Bereich des Sportes, wo Fußball, Handball und die Formel-eins-Wettbewerbe im Vordergrund standen, sondern auch der Musik. Bis ins hohe Alter spielte er Tennis und schwamm fast täglich, „ut sit mens sana in corpore sano“, wie es Juvenal empfahl. Er hat somit durch sein hohes Alter in geistiger Frische nicht nur die Theorie der Sportmedizin bestätigt, dass körperliche Aktivität der Gesundheit dient und zur Erhaltung der geistigen Fähigkeiten beiträgt, sondern seine Aktivitäten haben auch der Verbreitung dieser Lehre gedient. Dr. Hans Stecher hat sich um die deutsche Sportmedizin verdient gemacht!

Im Januar 2015

für das Präsidium der DGSP Dr. med. Dieter Schnell

 

 

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Übersicht aus Jahrgang 66, Heft 02 (2015):

Reinsberger C

Of running mice and exercising humans – the quest
for mechanisms and biomarkers of exercise induced
neurogenesis and plasticity

Sport und Bewegung beeinflussen Strukturen und Funktionen
des Gehirns. Im Tiermodell wurden bereits einige Mechanismen
wie Neurogenese und Plastizität gezeigt. Reinsberger diskutiert
in seiner Übersichtsarbeit, inwieweit sich diese Mechanismen
auf zellulärer Ebene auf den Menschen übertragen lassen. Denn
der direkte Nachweis beim Menschen gelingt nur schwer.

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CME-Aktion

In Heft 12 können Sie CME-Punkte für folgende Beiträge erwerben:

Furian TC, Gärtner BC: Impfungen bei Sportlern.

>Link zum Fragebogen

 

Auch der Fragebogen aus Heft 9 ist weiterhin unter diesem Link verfügbar:

Woller et al. Sportverletzungen im Kindes- und Jugendalter.

Schicho et al. Schwerverletzte durch Unfälle im Reitsport.

 

>CME-Aktion
Beantworten Sie die Fragen unter: www.foerderverein-sportmedizin.de

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