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Fortsetzung Triggerpunkttherapie: Den gordischen Knoten lösen?

Das MTrP-Konzept in der Kritik

Aufgrund noch ausstehender Beweise und Evidenz folgern John Quinter und Kollegen in einer Publikation in der Zeitschrift Rheumatology (doi:10.1093/rheumatology/keu471), dass es myofasziale Triggerpunkte nicht gibt. Die per­sönlichen Erfahrungen von Ärzten, The­rapeuten und Patienten reichen ihnen schlicht nicht aus.

Univ. Prof. Dr. med. Christoph Schmitz, Leiter des Anatomie-II-Lehrstuhls an der Ludwig-Maximilians-Universität, formulierte es in einem Artikel etwas zurückhaltender: »Vielmehr würde nach streng wissenschaftlichen Kriterien das gegenwärtige Urteil über die Ätiologie und Pathogenese von TrP/MFS sehr kurz ausfallen: Beides ist letztlich unbekannt! […] Sie [die Kritik von Quinter et al.] darf aber nicht zum Verwerfen des Konzepts TrP/MFS führen, sondern sollte als Herausforderung für einen neuen, ganzheitlich wissenschaftlichen Ansatz zur Beschäftigung mit dem Phänomen TrP/MFS verstanden werden.«

■ Hutterer C

Quellen:

  1. Shah JP, Danoff JV, Desai MJ, Parikh S, Nakamura LY, Phillips TM, Gerber LH. Biochemicals associated with pain and inflammation are elevated in sites near to and remote from active myofascial trigger points. Arch Phys Med Rehabil. 2008; 89: 16-23. doi:10.1016/j.apmr.2007.10.018

  2. Ramon S, Gleitz M, Hernandez L, Romero LD. Update on the efficacy of extracorporeal shockwave treatment for myofascial pain syndrome and fibromyalgia. Int J Surg. 2015; 24: 201-6. doi:10.1016/j.ijsu.2015.08.083

  3. Boylesa R, Fowlera R, Ramseya D, Burrowsa E. Effectiveness of trigger point dry needling for multiple body regions: a systematic review. J Man Manip Ther. 2015; 23: 276-293. doi:10.1179/2042618615Y.0000000014