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Fortsetzung Triggerpunkttherapie: Den gordischen Knoten lösen?

Triggerpunkttherapie: dem Teufelskreis entkommen

Mithilfe der Triggerpunkttherapie (siehe Kasten) sollen die schmerzhaften Punkte aufgelöst werden, was in der Folge zu einer Entspannung der dauerkontrahierten Muskulatur führen soll. Die Frage nach dem Endpunkt einer Triggerpunkttherapie ist jedoch nicht leicht zu beantworten. Ist es die Abwesenheit von MTrP? Die Auflösung des Hartspannstrangs? Schmerzfreiheit? Für viele von Schmerzen geplagte Menschen ist sicherlich die Schmerzfreiheit oder zumindest eine Schmerzreduktion der wichtigste Parameter. Bei Leistungssportlern ist der Zielpunkt vermutlich eher die Wiedererlangung der kompletten sportlichen Leistungsfähigkeit. Behandelt man die aktiven MTrP, verschwinden womöglich die Schmerzen.

Doch auch die latenten, nicht schmerzhaften MTrP können das Aktivitätsmuster von Muskeln bzw. Muskelketten beeinflussen. Dr. Müller-Ehrenberg erläutert das praktische Vorgehen: »Im klinischen Alltag wird ein erfahrener Therapeut die aktiven MTrP immer behandeln, und die funktionell bedeutendsten MTrP auch. Da manche Sportler oder Patienten im Laufe ihres Lebens einige latente MTrP entwickelt haben, muss man sich bei der Behandlung vortasten und nach und nach behandeln.«

Weitere intensive Untersuchungen sind nötig, um für den Patienten einen praktikablen und Linderung bringenden Ansatz (weiter) zu entwickeln. Ein kritisches Hinterfragen der bisherigen Forschungsergebnisse und Erfahrungswerte ist sicherlich sinnvoll, um die Erforschung der Muskulatur als Ursache von Schmerzen voranzutreiben und ein besseres Verständnis für wirksame Therapien und deren Grundlage zu entwickeln.