Sonderpublikation: Fidia Pharma GmbH
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Fortsetzung Studie: Gonarthrose-Patienten profitieren von spezieller PRP-Injektion

Studie untersucht neues PRP-Therapieprotokoll bei Gonarthrose

Im Jahr 2017 wurde in einem im Arthroscopy Journal (8) veröffentlichten Leitartikel erklärt, dass PRP-Injektionen eine weitere Option zur Behandlung der symptomatischen Gonarthrose seien. Dies basierte auf den Ergebnissen einer von Dai et. al. durchgeführten Meta-Analyse, in der zehn randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 1069 Patienten zusammengetragen wurden, die zeigten, dass plättchenreiches Plasma nach 12 Monaten mit einer signifikant besseren Schmerzlinderung und funktionellen Verbesserung assoziiert war als Hyaluronsäure, ohne das Risiko, unerwünschte Ereignisse im Vergleich zu Hyaluronsäure und Kochsalzlösung zu erhöhen (3).

Es gibt jedoch signifikante Unterschiede bei der Herstellung und Anwendung von autologem PRP, was zu sehr heterogenen Produkten hinsichtlich der Zellzusammensetzung und der Protokolle in Bezug auf das injizierte Volumen und die Anzahl der Anwendungen führt. Daher erfordert die Einführung der PRP-Therapie innerhalb eines Krankenhauses die Auswahl eines geeigneten Materials und die Festlegung eines präzisen Verfahrens zur Patientenversorgung. In diesem Zusammenhang hat die rheumatologische Abteilung des St. Joseph-Krankenhauses in Zusammenarbeit mit der Abteilung Zelltherapie des Universitätskrankenhauses La Conception ein Routineversorgungsprotokoll für 60 Patienten mit Gonarthrose initiiert (6).

Das benötigte PRP-Volumen wurde anhand der Gelenkkapazität des Knies berechnet, um eine bessere Verteilung des plättchenreichen Plasmas im gesamten Gelenk zu begünstigen. Eine Empfehlung lautete, dass das Volumen für die kniespezifische Injektion 9 ml betragen sollte (12).

Dieser Aspekt wurde durch eine kürzlich erschienene Publikation verstärkt, in der verschiedene PRP-Volumina (2, 4, 8, 10, 12, 14 ml) verglichen wurden, die 350 Gonarthrose-Patienten über einen Zeitraum von vier Wochen wöchentlich injiziert wurden. Während ein dosisabhängiger Effekt beobachtet wurde, nahmen unerwünschte Nebenwirkungen bei 12 und 14 ml zu, daher war die Schlussfolgerung, dass das optimale therapeutische Volumen 10 mL beträgt (7).

Die Wahl einer großvolumigen Injektion sowie sicherheitstechnische und wirtschaftliche Gründe führten somit dazu, dass eine einzige Injektion gegenüber mehreren Injektionen bevorzugt wurde.

Dieses große PRP-Volumen erfordert eine Blutentnahme von 18 ml gemischt mit 2 ml ACD-A und eine spezielle Zentrifugation. Ein weiteres Ziel war die maximale Reduktion von Leukozyten und Erythrozyten, da diese Zelltypen als potenziell schädlich für den Knorpel beschrieben werden (5, 10). Die Überlegenheit von leukozytenarmem gegenüber der leukozytenreichem PRP bei der Gonarthrose wurde kürzlich in einer Metaanalyse von randomisierten kontrollierten Studien nachgewiesen (1). Dieser Aspekt wurde gemäß den jüngsten Empfehlungen der AAOS bezüglich der Mindestberichterstattungsstandards für klinische Studien zur Bewertung von PRP systematisch kontrolliert (2). Die biologischen Eigenschaften des injizierten PRP sind in Tabelle 1 aufgeführt. (Weiter im Text mit Seite 3 von 3)

Tabelle 1. Biologische Eigenschaften der injizierten PRP (n=57)

Volumen des injizierten PRP, ml
8.8 ± 1.1
Erythrozyten Konzentration, G/L
10.0 ± 10.0
Thrombozyten Konzentration, G/L
288 ± 95
Leukozyten Konzentration, G/L
0.22 ± 0.27
Menge der injizierten Erythrozyten, Millionen (%)
92 ± 53 (3.7 ± 2.4)
Menge der injizierten Thrombozyten, Millionen (%)
2517 ± 812 (96.2 ± 2.5)
Menge der injizierten Leukozyten, Millionen (%)
2 ± 2 (0.1 ± 0.1)
Wiederfindungsrate der Thrombozyten (%)
68.3 ± 16.5
Anreicherungsfaktor der Thrombozyten
1.4 ± 0.4
Anreicherungsfaktor der Leukozyten
0.1 ± 0.1
DEPA-Klassifikation
CDA – nicht aktiviert / mittlere Dosis / mittlere Wiederfindungsrate / sehr reines PRP