Sonderpublikation: Fidia Pharma GmbH
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Studie: Gonarthrose-Patienten profitieren von spezieller PRP-Injektion

Studie: Gonarthrose-Patienten profitieren von spezieller PRP-Injektion
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Arthrose ist eine häufige Ursache für Bewegungseinschränkungen. 9,6% der Männer und 18,0% der Frauen im Alter von ≥ 60 Jahren haben eine symptomatische Arthrose, die sich durch Gelenkschmerzen, Schwellungen und Funktionsverlust auszeichnet, was sich negativ auf die Lebensqualität und die Mobilität der Patienten auswirkt (16). Gonarthrose ist die häufigste Arthroseform mit mehr als 80% der Gesamtbelastung (14), und die Prävalenz hat sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts verdoppelt (13). Es stehen viele symptomatisch orientierte konservative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung: Gewichtsreduktion, körperliche Aktivität, Kräftigung der Muskulatur, insbesondere der Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps), orale nicht steroidale (NSAID) und steroidale entzündungshemmende Medikamente, intraartikuläre Kortikoid-Injektionen, Hyaluronsäure (HA)-Injektionen. Nun sind auch innovative biologische Injektionsoptionen zur Symptomlinderung und funktionellen Verbesserung verfügbar.

Wirkmechanismus von plättchenreichem Plasma (PRP)

Plättchenreiches Plasma (PRP) ist definiert als eine autologe Plasmasuspension von Thrombozyten, die sich durch eine höhere Thrombozyten-Konzentration als im physiologischen Blut auszeichnet (9). Thrombozyten sind kernlose, scheibenförmige Blutzellen, die in der regenerativen Medizin von Interesse sind, da sie eine beträchtliche Menge an Wachstumsfaktoren (GF) enthalten, die in Reparatur- und Regenerationsprozessen impliziert sind. Nach der Injektion werden die Thrombozyten aktiviert, da sie auf physiologische Aktivatoren wie Kollagen und Kalzium stoßen. Aus ihren Vesikeln setzen sie große Mengen an Wachstumsfaktoren frei: PDGF (platelet-derived growth factor), TGF-b1 (transforming growth factor beta 1), VEGF (vascular endothelial growth factor), EGF (epidermal growth factor), IGF-1 (insulin-like growth factor 1) oder FGF (fibroblast growth factor).

Diese Wachstumsfaktoren wirken auf verschiedenen Ebenen zur Wiederherstellung der Homöostase im Gelenk. Mehrere präklinische Modelle beschreiben Anabolismus und Umbau bei Chondrozyten, erhöhte Hyaluronsäure -Sekretion sowie die Herunterregulierung der inflammatorischen und apoptotischen Signalwege (4,13). Darüber hinaus enthält plättchenreiches Plasma (PRP) Zytokine und Small Molecules, die Entzündungen und katabolischen Prozessen entgegenwirken. Durch Interaktion mit Chondrozyten, Synoviozyten, mesenchymalen Stammzellen und Immunzellen moduliert PRP die biologische Mikroumgebung und greift so wahrscheinlich in den Circulus vitiosus der fortschreitenden Degeneration ein. (Weiter im Text mit Seite 2 von 3)