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Fortsetzung Stellungnahme der Kommission Kinder- und Jugendsport der DGSP zur Förderung eines aktiven Schulweges

Aktiver Schulweg und körperliche Aktivität

In verschiedenen Untersuchungen wurde mit Hilfe von objektiven Messinstrumenten (Akzelerometer oder Schrittzähler) die körperliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen mit aktivem und passivem Schulweg verglichen. Es zeigt sich übereinstimmend, dass Kinder, die ihren Schulweg aktiv zurück legen, etwa 20 Minuten mehr moderate bis intensive körperliche Aktivität pro Tag absolvieren, als die Kinder, die mit Bus oder Auto zur Schule gefahren werden (21, 3, 1, 26). Diese Ergebnisse werden auch in der Metaanalyse von Martin und Kollegen (13) bestätigt. Die Autoren folgern, dass ein aktiver Schulweg einen bedeutenden Einfluss auf die körperliche Aktivität der Schulkinder hat. Übereinstimmend zeigt sich, dass sich der Unterschied nur an den Schultagen auftritt. An den Wochenenden unterscheiden sich die Schulkinder, die ihren Schulweg aktiv bewältigen hinsichtlich ihrer Alltagsaktivität nicht von denen, die den Schulweg passiv zurücklegen. Es handelt sich also tatsächlich um zusätzliche Aktivität durch den Schulweg.

Aktiver Schulweg und kardiovaskuläre Leistungsfähigkeit

Cooper et. al (3) untersuchten mehr als 900 dänische Kindern und Jugendliche. Dabei absolvierten alle Probanden zunächst eine Untersuchung auf dem Fahrrad-Ergometer bis zur Ausbelastung, um die körperliche Leistungsfähigkeit zu quantifizieren. Mittels Fragebogen wurde die Transportart zur Schule eruiert. Dabei verfügten die fahrradfahrenden Schüler über eine signifikant höhere aerobe Leistungsfähigkeit als die Fußgänger und die mittels Auto beförderten Schüler. Zwischen den Fußgängern und passiv transportierten Schüler bestand kein signifikanter Unterschied. Die Autoren schlussfolgern, dass das Radfahren zur Schule die kardiovaskuläre Leistungsfähigkeit verbessert und damit das Risikoprofil für metabolische Erkrankungen reduzieren kann. In einer aktuellen Untersuchung von knapp 3000 kolumbianischen Schülern konnte gezeigt werden, dass sich das Radfahren zur Schule besonders positiv auf die die aerobe Leistungsfähigkeit von Mädchen auswirkt (19). (Weiter im Text auf der nächsten Seite)