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Schwimmer & Werfer: Schulterprobleme bei Überkopf-Sportarten

Schwimmer & Werfer: Schulterprobleme bei Überkopf-Sportarten
© Maridav / fotolia

Unter Schwimmern gilt die Schulter als die problematischste Körperpartie, was nicht besonders überrascht: Bis zu 2 500 Arm­zyklen pro Tag bzw. 500 000 bis 800 000 Armzyklen pro Jahr bewerkstelligt ein Profi im Rahmen von Trainings und Wettkämpfen.

Als »Nebenwirkung« entsteht häufig die sogenannte Schwimmerschulter (4, 5). »Dabei handelt es sich um einen konstruierten Begriff für Erkrankungen, die bei vielen Menschen vorkommen können, aber beim Schwimmer durch die Belastung vermehrt auftreten. Am häufigsten ist das Impingement sowie Sehnenreizungen der Supraspinatussehne, seltener
der Infraspinatussehne, des Musculus Teres Major oder der Bizepssehne sowie des Bizepsankers (SLAP-Läsionen)«, erklärt Dr. Volker Dotzel. Der niedergelassene Orthopäde und ehemalige betreuende Arzt der Freiwasserschwimmer in Würzburg hat schon viele Schwimmer mit Schulterproblemen behandelt. Die ersten Untersuchungen des beschriebenen Phänomens in den 1970er-Jahren fanden eine Prävalenz von drei Prozent, aktuelle Literatur dagegen nennt Raten bis zu 91 Prozent (4). (Weiter im Text auf der nächsten Seite)

Dr. Volker Dotzel, ehemals betreuender Arzt des Bundesstützpunkts Würzburg der Freiwasserschwimmer und nieder­gelassener Orthopäde
Dr. Volker Dotzel, ehemals betreuender Arzt des Bundesstützpunkts Würzburg der Freiwasserschwimmer und nieder­gelassener Orthopäde © Fränkische Nachrichten