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Nachgewiesene Schutzeffekte für das instabile Sprunggelenk

Nachgewiesene Schutzeffekte für das instabile Sprunggelenk
© Bauerfeind AG, Zeulenroda

Die lateral stabilisierenden Orthesen MalleoLoc L und MalleoLoc L3 leisten Präventionsarbeit am rezidiv­anfälligen Sprunggelenk, indem sie dem Verletzungsmechanismus entgegenwirken. Das zeigte eine kontrollierte Laborstudie am Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Freiburg (1). Bei einer provozierten Supinationsbewegung schränkten beide Orthesen maßgeblich die Inversion und Innenrotation des Fußes ein. Diese messbaren Schutzeffekte wurden von den Probanden mit chronischen Instabilitäten auch subjektiv wahrgenommen und bestätigt.

Studie mit neu entwickelten flachen Orthesen

In einem dynamischen Verletzungsszenario, das realen Bedingungen eines wiederholten Supinationstraumas sehr nahe kommt, wurde der Einfluss der MalleoLoc L und MalleoLoc L3 (Bauerfeind) auf die Sprunggelenkkontrolle an Probanden mit chronischen Instabilitäten untersucht. Es sollte überprüft werden, inwieweit die beiden neu entwickelten Orthesen – mit festen Elementen ausschließlich an der lateralen Seite – das Sprunggelenk im kritischen Moment der Wiederverletzung stabilisieren können. Dafür wurde beim Gehen und Springen gleichzeitig eine Supinationsbewegung provoziert.

Als »Umknick-Plattform« diente eine steuerbare Kipp-Platte, die für die Probanden unerwartet und abrupt um 24° Inversion und 15° Plantarflexion abklappen kann. Über auf der Haut angebrachte Marker und mehrere Kameras wurde eine 3D-Bewegungsanalyse (Vicon MX) jedes Probanden in allen Testsituationen erstellt. Durch die komplexe Analyse konnten die dreidimensionalen Winkelveränderungen des Sprunggelenkkomplexes ermittelt und die induzierte Inversion des Gelenks quantifiziert werden. In Ergänzung wurde auch das subjektive Stabilitätsgefühl untersucht. Mittels visueller Analogskalen zu Stabilität, Funktion und Schmerz schätzten die Probanden die Stabilität ihrer Sprunggelenke ein – mit und ohne Orthesen beim Gehen sowie während eines Agilitätstests mit geforderten Richtungswechseln.

Die 20 teilnehmenden Probanden, 13 Frauen und 7 Männer, waren sportlich aktiv und 19 bis 25 Jahren alt. Einschlusskriterium war eine unilaterale chronische Sprunggelenkinstabilität, die mit einem standardisierten Fragebogen, dem sogenannten Cumberland Ankle Instability Tool (CAIT-Score ≤ 25) verifiziert wurde. Darüber hinaus mussten die Teilnehmer rezidivierende Sprunggelenktraumata erlitten haben.