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Lernen von den Profis: Die optimale Vorbereitung fürs Skifahren

Lernen von den Profis: Die optimale Vorbereitung fürs Skifahren
Skitraining: Übung zur Stärkung der Hamstringmuskulatur © Jale Ibrak / Adobe Stock

Die aktuellsten Studien mit Profi-Skirennfahrern bieten auch Freizeit-Skifahrern Anregungen für die kommende Saison auf der Piste. Zur optimalen Vorbereitung eignen sich dem Stand der Forschung zufolge neben Ausdauer- und Krafttraining der gezielte Aufbau der Hamstring- und Rumpfmuskulatur sowie ein Check der Ausrüstung, vor allem der Bindung, vor der ersten Abfahrt (4).

Immer umfassendere Studienlage

PD DR. Jörg Spörri, Leiter der Forschung Sportmedizin der Universitätsklinik Balgrist in der Schweiz, betont: „Auch wenn sich die Verletzungsursachen und -mechanismen zwischen Profi-Skirennfahrern und Freizeit-Skifahrern grundsätzlich unterscheiden, gibt es betreffend Verletzungsprävention durchaus gewisse Parallelen “. Skifahren gehört zu den verletzungsträchtigen Sportarten: Unveröffentlichten Daten Spörris zufolge erleiden 60% der Nachwuchs-Skirennfahrer schon zu Beginn ihrer Karriere eine schwere Knieverletzung, 20% bekommen rezidivierende Überlastungsbeschwerden. Spörri und Kollegen erarbeiten in der laufenden Studie Injury Screening & Prevention – Alpine Skiing (ISPA) eine evidenzbasierte nationale Präventionsstrategie für den Nachwuchsskirennsport (https://www.researchgate.net/project/Injury-Screening-Prevention-Alpine-Skiing-ISPA).

Erhebungen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern des World Cup ermitteln seit Jahrzehnten ein besonders hohes Risiko von Knieverletzungen und hier vor allem Kreuzbandrissen (2). Auch bei Freizeitsportlern sind es vor allem die Knie, die in Mitleidenschaft gezogen werden (1). Verletzungs-Ursachen wie rasch wechselnde Schneequalität oder die Beschaffenheit der Piste kann kein Sportler beeinflussen. Umso wichtiger ist die Vorbereitung für die wenigen verbliebenen Tage bis Wochen des Wintersports. (Weiter im Text auf der nächsten Seite)

PD Dr. Jörg Spörri, Leiter der Forschung Sportmedizin der Universitätsklinik Balgrist, Schweiz
PD Dr. Jörg Spörri, Leiter der Forschung Sportmedizin der Universitätsklinik Balgrist, Schweiz © Spörri