Sonderpublikation: Julius Zorn GmbH

JuzoPro Patella Xtec Plus: rückbaubare Orthese zur Patellagleitwegskorrektur

Durch die JuzoPro Patella Xtec Plus, lässt sich das Patellofemorale Schmerzsyndrom (vorderer Knieschmerz) therapiegerecht behandeln. Die Rückbaubarkeit des Produktes ist einzigartig und unterstützt den positiven Therapieverlauf des Patienten.

JuzoPro Patella Xtec Plus: rückbaubare Orthese zur Patellagleitwegskorrektur
© Julius Zorn

Unspezifische Symptome, ein komplexes Beschwerdebild und verschiedene Ursachen und Risikofaktoren – um das Patellofemorale Schmerzsyndrom erfolgreich zu therapieren ist eine Kombination aus medizinischen Hilfsmitteln, physikalischer Therapie und viel Selbstmanagement notwendig. Um den einzelnen Therapieetappen gerecht zu werden, braucht es nicht nur ein Hilfsmittel, sondern ein Therapiekonzept. Eine Orthese, die in die Therapie optimal integriert werden kann, ist die JuzoPro Patella Xtec Plus, die in ihrer Funktionalität einen komplett neuen Ansatz bietet, da sie abrüstbar entsprechend des klinischen Befundes ist.

Dr. Roland Berg: (Orthopäde, Unfallchirurg und Sportmediziner aus Berlin mit langjähriger Erfahrung in der Behandlung von Leistungsportlern, u.a. Mannschaftsarzt Union Berlin bis 2009) „Mehr als 90Prozent der Patienten werden konservativ behandelt. Die operative Therapie stellt nur bei Patienten, die nach sechs Monaten weiterhin therapieresistent sind eine Möglichkeit dar. Sie bildet auch die Grundlage für jede operative Therapie, da deren Ergebnisse ohne vorherigen Einsatz von konservativen Ansätzen nicht zufriedenstellend sind.“

Patellofemorales Schmerzsyndrom (PFSS)

Das Patellofemorale Schmerzsyndrom bezeichnet Schmerzzustände im Bereich des vorderen Knies, im Patellofemoralen Gelenk. Schmerzen entstehen durch die Reizung des Knorpelgleitlagers bei veränderter und zu starker Druckbelastungen aufgrund der Fehlstellung und des Fehlgleitens der Kniescheibe; ein sogenanntes Maltracking der Patella. Meist treten die Schmerzen bei Aktivitäten mit hoher Belastung für das Knie auf – speziell bei jungen, sportlich aktiven Frauen. Aber auch Männer leiden vermehrt unter den Schmerzen im vorderen Kniebereich, die auch häufig bei Sportarten auftreten, bei denen die Knie durch Springen, Abfedern, Abbremsen und ruckhafte Impulsrichtungsänderungen stark beansprucht werden; sogenannte High-Impact Sportarten.

Dr. Berg: „Hauptindikation für den Einsatz der Orthese ist das Maltracking und das Malalignment der Patella. Dabei gibt es verschiedene Risikofaktoren, beispielsweise den Patellahochstand (Patella alta), das laterale Hyperpressionssyndrom, sowie auch muskuläre Dysbalancen und funktionelle X-Beinstellung (Genu valgum). Dabei sind Frauen, auch aufgrund ihrer muskulären Struktur, häufiger betroffen. Wir als Sportmediziner, Orthopäden und Unfallchirurgen sind täglich mit diesen Krankheitsbildern konfrontiert. Daher ist es sehr wichtig, dass wir in die Entwicklung von zukunftsweisenden Hilfsmitteln mit eingebunden sind. So können wir die optimale Therapie für unsere Patienten mitgestalten. Zur positiven Beeinflussung der Patellaposition tragen Orthesen und Bandagen bei. So können z. B. Rezentrierungsorthesen auch einen direkten biomechanischen Effekt erzielen. Dies wurde auch unter Belastung und in verschiedenen Kniebeugewinkeln im MRT untersucht. Für erkrankungstypische patellofemorale Parameter, wie dem Patella-Tilt und Bisect offset (Lateraliserung), konnten signifikante Verbesserungen nachgewiesen werden.“

Die therapiegerechte Orthese JuzoPro Patella Xtec Plus: Indikationsgerechte Rückbaubarkeit

Die JuzoPro Patella Xtec Plus wurde entwickelt, um bei der Behandlung des Patellofemoralen Schmerzsyndroms eine Orthese zu bieten, die sich an die unterschiedlichen Anforderungen der Therapiephasen anpassen lässt – mit wenigen Handgriffen ist die Orthese leicht umzubauen, auf- oder abzurüsten. Die rheologische Wirkung des Kompressionsgestrick fördert den Heilungsverlauf in der Akutphase. Stimulierende Pelotten regen die Muskulatur an und korrigieren die Zugrichtung der  Patella. So werden auch die Weichteile aufgrund der Propriozeptionswirkung, durch die stimulierenden Noppierungen der Pelotten in Kombination mit dem Kompressionsgestrick konditioniert, was zu einer dauerhaften Korrektur beiträgt.

Es ist wichtig, die Belastungssituation sofort zu beenden und das Gelenk zu schonen. Mit Nachlassen der Schmerzen kann eine gezielte Mobilisation unter Belastungsreduktion (z.B. Schwimmen oder Radfahren) erfolgen. Eine gezielte physikalische Therapie ist als Therapiebaustein unerlässlich und der Patient sollte darüber hinaus eigenverantwortlich ein Hausübungsprogramm absolvieren. Die stützende Muskulatur muss aufrechterhalten bzw. gestärkt werden um Dysbalancen zu verhindern, weshalb eine zu lange Schonhaltung kontraproduktiv sein kann. Hier kann eine zusätzliche Einlagenversorgung, z. B. nach einer Ganganalyse, sinnvoll sein. Nach Abklingen der Schwellung lässt sich in der Mobilisierungsphase die Orthese therapiegerecht zurückbauen. Dazu wird die Zentrierungspelotte aus der Orthese entfernt und in Verbindung mit einem beiliegenden Patellasehnenband verwendet. In dieser Phase ist das Therapieziel, den Patienten schrittweise wieder zu mobilisieren und in eine beschwerdefreie Belastung zurückzuführen.

Dr. Berg: „Die JuzoPro Patella Xtec Plus ist gemäß des klinischen Befundes rückbaubar und lässt sich, für den optimalen Therapieverlauf des Patienten, individuell einstellen.“

Führung und Korrektur der Patella – ein innovatives Pelottensystem

Eine in die Orthese integrierte asymmetrische Führungspelotte dient zur Entlastung und Führung. Die Patella kann durch die in die hufeisenförmige Pelotte eingearbeiteten Gurte lateral stabilisiert und nach medial korrigiert werden. Laterale Massageelemente bauen die Muskelspannung (Detonisierung) ab. Mediale Stimulierungselemente in der Orthese sind großflächig eingearbeitet und stimulieren die Muskulatur (Tonisierung). Dadurch werden muskuläre Dysbalancen ausgeglichen und eine Lateralisierung der Patella vermindert.

Eine zweite Pelotte, die  Zentrierungspelotte, liegt unterhalb der Patella. Sie zentriert diese durch den leichten Druck auf die Patellasehne. Durch leichte Noppen werden die Rezeptoren der Kniegelenkskapsel im Bereich der Hoffa’schen Fettkörper stimuliert. Dadurch können auch Schmerzen reduziert werden. Diese Pelotte ist herausnehmbar und kann in das Patellasehnenband eingesetzt werden.

Dr. Berg: „Die Orthese ist ein wichtiger Therapiebaustein in der konservativen Therapie des Patellofemoralen Schmerzsyndroms. Abrüstbar und stadiengerecht einstellbar, verbessert sie das Behandlungsergebnis und hilft eine operative Therapie zu vermeiden.“

Weitere Informationen

Links

Weitere Informationen zum PFSS:  www.juzo.de/pfss
Mehr zur Patella Xtec Plus: www.juzo.de/patella-xtec-plus
Übungen zur Stärkung und Vorbeugung: www.juzo.de/pfss-uebungen



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■ Julius Zorn GmbH

Quellen:

  1. Becher C, Schumacher T, Fleischer B, Ettinger M, Smith T, Ostermeier S. The effects of a dynamic patellar realignment brace on disease determinants for patellofemoral instability in the upright weight-bearing condition. J Orthop Surg Res. 2015; 10: 126. doi:10.1186/s13018-015-0265-x