DZSM-MITTEILUNG

18.01.2021

SMHS-Keynotes: Sechs internationale Koryphäen und ihre Themen

Dieser Artikel ist Teil unseres Fokusthemas "Sports, Medicine and Health Summit 2021". Den Link zur Übersicht aller Beiträge des Themenschwerpunkts finden Sie am Ende des Textes oder durch Eingabe des Suchbegriffs #SMHS-2021 in das Suchfeld dieser Website.

SMHS-Keynotes: Sechs internationale Koryphäen und ihre Themen

Wenn vom 20. bis 24. April 2021 der erste Sports, Medicine and Health Summit als virtueller Kongress stattfindet, ist auch jeweils eine Session für herausragende internationale Referenten reserviert. Wir stellen Ihnen die sechs Keynote-Speaker vor.

SMHS meets WHO: In ihrem Vortrag „Towards more physical activity in cities“ präsentiert Prof. Fiona Bull, Leiterin des Department of Health Promotion bei der Weltgesundheitsorganisation in Genf, die Ende 2020 aktualisierten WHO-Richtlinien für körperliche Aktivität. Diese bündeln evidenzbasierte Empfehlungen für mehr Bewegung und fordern alle Städte auf, hierfür wirkungsvolle Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Ziel ist, bei Menschen aller Altersstufen Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern und damit zur Prävention von Krankheiten beizutragen.

Dr. Fiona Bull I WHO, Department of Health Promotion, Sports, Medicine and Health Summit 2021
Dr. Fiona Bull | WHO, Department of Health Promotion

 

In seiner Keynote „Treating diabetes mellitus – lessons from immunology and exercise physiology“ betrachtet Prof. Marc Donath die Pathogenese des Typ-2-Diabetes in einem neuen Licht. Der Chefarzt am Universitätsspital Basel befasst sich mit entzündlichen Prozessen bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und konnte mit seiner Forschungsgruppe erstmals beschreiben, durch welchen hormonellen Mechanismus körperliche Aktivität Diabetes Typ 2 vorbeugen und therapieren kann. So können die Lehren aus Immunologie und Bewegungsphysiologie neue Wege in der Diabetes-Behandlung eröffnen.

Prof. Marc Donath I University Hospital Basel, Sports, Medicine and Health Summit 2021
Prof. Marc Donath | University Hospital Basel

 

Wie Kraft- und Dauerleistungstraining die Skelettmuskulatur verändern, beleuchtet Prof. Hans Hoppeler von der Universität Bern in seinem Vortrag „Muskelanpassung durch Training“. Während Krafttraining zu einer Zunahme der Fasergröße aufgrund einer Zunahme myofibrillärer Proteine führt, vermehren sich beim Dauerleistungstraining die Kapillarisierung und der Gehalt an Mitochondrien. Erklärt werden komplexe Signalkaskaden, die beim Dauerleistungstraining unterschiedliche externe Reize in transkriptionelle Veränderungen der Genregulierung übersetzen, während beim Krafttraining hauptsächlich translationelle Anpassungen stattfinden.

Prof. Hans Hoppeler I Universität Bern, Sports, Medicine and Health Summit 2021
Prof. Hans Hoppeler | Universität Bern

 

Dass sexuelle Belästigung und Missbrauch auch im Sport ein brennendes Thema sind, zeigt Prof. Jürgen M. Fegert vom Uniklinikum Ulm in seiner Keynote „Sexual harassment and abuse in sports“. So ergab eine repräsentative Umfrage zu sexuellem Missbrauch in Institutionen, dass hierbei Sportvereine das zweithäufigste Setting nach dem schulischen Umfeld sind. Im Rahmen der Studie „Safe Sports“ der Sporthochschule Köln und der Universität Ulm berichteten 16 Prozent der Befragten von sexueller Belästigung ohne Körperkontakt, 18 Prozent von sexueller Belästigung und 3 Prozent von handgreiflichem sexuellen Missbrauch.

Prof. Jürgen M. Fegert I University Hospital Ulm, Sports, Medicine and Health Summit 2021
Prof. Jürgen M. Fegert | University Hospital Ulm

 

In seinem Beitrag „Das Knie im Spitzensport“ zeigt Prof. Romain Seil, orthopädischer Chirurg am Centre Hospitalier de Luxembourg, wie die rasante technologische Entwicklung der vergangenen Jahre dazu beigetragen hat, Knieverletzungen besser zu verstehen. Durch die Verbesserung therapeutischer und insbesondere chirurgischer Verfahren gelingt es zunehmend, Spitzensportler auch bei komplexen Verletzungen wieder an ihre frühere Leistungsfähigkeit heranzuführen. Der Vortrag thematisiert die neuesten epidemiologischen Erkenntnisse, die zunehmende Bedeutung der Prävention sowie aktuelle Entwicklungen bei konservativer und operativer Versorgung sowie in der Nachbehandlung.

Prof. Romain Seil I Centre Hospitalier de Luxembourg, Sports, Medicine and Health Summit 2021
Prof. Romain Seil | Centre Hospitalier de Luxembourg

 

Prof. Mike McNamee von der KU Leuven befasst sich in seiner Keynote „Sports medicine, ethics and integrity“ mit möglichen Rollenkonflikten von Sportmedizinern im Spitzensport. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die berufliche Integrität wahren lässt angesichts teils gleichzeitiger Verpflichtungen gegenüber Athleten-Patienten, einem Profiverein, einer Nationalmannschaft oder gar privaten Dritten. Außerdem geht es um Integrität im Zusammenhang mit der Verwendung von Placebos und von Interventionen, für die noch nicht genügend belastbare Evidenz vorliegt.

Prof. Mike McNamee I KU Leuven, Sports, Medicine and Health Summit 2021
Prof. Mike McNamee | KU Leuven
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■ Trutter M

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