DZSM-MITTEILUNG

05.05.2021

Global und gemeinsam für mehr Bewegung

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Global und gemeinsam für mehr Bewegung

Wegweiser in die Zukunft: Der erste Sports, Medicine and Health Summit setzte bahnbrechende Akzente für mehr körperliche Aktivität. Rund 1400 Menschen aus 17 Ländern nahmen an dem virtuellen Kongress teil, der nicht nur durch das völlig neue Format und ein spannendes, interdisziplinäres Programm überzeugte. Ein Höhepunkt war auch die Unterzeichnung der Hamburg Declaration – ein Meilenstein auf dem Weg zu mehr Gesundheit und Bewegung rund um den Globus. Die Inhalte des Summit sind bis Ende Oktober online abrufbar und man kann sich noch registrieren.

„Heute passiert hier Großes“, verkündete Moderatorin Juliane Möcklinghoff bei der Eröffnungszeremonie des ersten Sports, Medicine and Health Summit (SMHS), der vom 20. bis 24. April von Hamburg aus digital in alle Welt übertragen wurde. Lange schon hatte die DGSP als Veranstalter des Deutschen Sportärztekongresses ein neues Format geplant, das mit einem interdisziplinären Ansatz Wissenschaft und Praxis zusammenbringen sollte und das nun wegen Corona fast vollständig online stattfand. Bereits die Eröffnungsveranstaltung setzte einen Meilenstein: Mehr als 40 internationale Organisationen und Institutionen unterzeichneten die Hamburg Declaration, ein Manifest für die gezielte Förderung von Bewegung und Gesundheit, präsentiert von Kongresspräsident Prof. Dr. Dr. Jürgen Steinacker, dem Initiator der Erklärung. „Wir befinden uns in einer globalen Pandemie körperlicher Inaktivität“, so der Sportmediziner. „Dagegen gibt es in aller Welt schon sehr gute Initiativen, aber bisher kämpfte dabei jeder für sich. Wir wollen nun all die wertvollen Bemühungen in einer umfassenden weltweiten Anstrengung verbinden.“

Die Hamburg Declaration versteht sich als Startschuss für eine globale Allianz gegen körperliche Inaktivität und ihre fatalen gesundheitlichen Folgen. In diesem Sinne verpflichten sich namhafte Organisationen, Fachgesellschaften und Sportverbände, konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Bewegungsmangels zu unternehmen und ihre Projekte, Forschung, Publikationen und Marketingstrategien in den Dienst des gemeinsamen Ziels zu stellen. Außerdem fordert die Hamburg Declaration die nationale und internationale Politik auf, sich dieser Allianz anzuschließen und sich zu konkreten strukturellen Maßnahmen zu bekennen. Zu den ersten Unterzeichnern zählten neben dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und dem Weltverband für Sportmedizin (FIMS) unter anderen der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), die Bundesärztekammer, die Deutsche Herzstiftung und diverse Diabetes-Gesellschaften, sechs nationale Vertretungen von Exercise is Medicine, die Sportmediziner-Verbände aus Japan und Südafrika sowie große Städte wie Hamburg als Global Active City und Istanbul. „Heute haben wir 42 Unterzeichner, aber das werden noch sehr viel mehr werden“, betonte Prof. Steinacker.

Positives Feedback zum ersten Summit

Organisiert von der DGSP und der European Initiative for Exercise in Medicine (EIEIM) setzte der gesamte Kongress – wie auch die Hamburg Declaration – auf ein internationales und interdisziplinäres Netzwerk. Ganz bewusst wurden durch ein sehr breit gefächertes Programm nicht nur Sportmediziner angesprochen, sondern alle Akteure aus dem Gesundheitsbereich wie Mediziner, Wissenschaftler, Therapeuten, Trainer und Übungsleiter. Der große Erfolg gab den Planern recht: Rund 1400 Menschen aus 17 Ländern nahmen an dem Online-Kongress teil und das Feedback war herausragend. „Wir sind sehr zufrieden mit der ersten Auflage des Summit“, so Kongresssekretär Nils Schumacher. „Besonders gut kam an, dass der Kongress wirklich interdisziplinär war und dass es uns mit diesem neuen Format gelungen ist, hochklassige wissenschaftliche Veranstaltungen mit praxisrelevanten Themen zu verbinden und damit auch den Transfer aufzuzeigen.“ Trotz des virtuellen Formats entstanden rege Diskussionen und die Teilnehmer nutzten intensiv die Möglichkeit zu Fragen und Austausch. Viele schätzten besonders, sich nicht zwischen parallel laufenden Veranstaltungen entscheiden zu müssen, sondern jedes beliebige Format auch noch im Nachgang anschauen zu können.

Dass die Veranstalter mit dem Thema Bewegungsförderung genau richtig lagen, zeigt auch der große Zulauf, den Keynotes wie beispielsweise Dr. Fiona Bull von der WHO zum Thema „Towards more physical activity in cities” verzeichneten. Sehr gut besucht waren auch die Poster-Sessions, denen man einen Extra-Tag eingeräumt hatte, beispielsweise zu Themen wie Bewegungs- und Sporttherapie, Leistungsdiagnostik, Orthopädie, Innere Medizin und Sportpsychologie. Wertvollen praktischen Input lieferten auch die Sponsoren des Summit. So steuerte die AOK eine Session zum Thema „Homeoffice: Einbahnstraße oder Überholspur?“ mit Dr. Eckart von Hirschhausen bei. Auch die DAK informierte zu diesem Thema und bot außerdem diverse Sessions rund um betriebliches Gesundheitsmanagement an. Bereits jetzt arbeiten die DGSP und ihre Partner am 50. Deutschen Sportärztekongress, der vom 13. bis 15. April 2023 im Rahmen des zweiten Sports, Medicine and Health Summit in Hamburg stattfinden wird. „Wir werden das neue Format der interdisziplinären und internationalen Vernetzung noch weiter ausbauen und freuen uns darauf, diesen Austausch dann vor Ort in Hamburg noch intensiver zu erleben, als das bei einem virtuellen Format möglich ist“, sagt Prof. Dr. Dr. Claus Reinsberger, der Kongresspräsident des Summit 2023.

Vorträge on-Demand

SMHS Vorträge on-Demand Banner, Hamburg Declaration, Sports, Medicine and Health Summit 2021Sie konnten den Sports, Medicine and Health Summit nicht live verfolgen oder fanden parallel stattfindende Vorträge ebenfalls interessant? Kein Problem! Alle Vorträge wurden aufgezeichnet und stehen registrierten Teilnehmern on-Demand bis Ende Oktober 2021 zur Verfügung. Für alle, die bisher noch nicht registriert und jetzt neugierig geworden sind, bieten wir ab sofort eine vergünstigte On-Demand-Gebühr an.

■ Trutter M

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