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Fortsetzung Bergsteigen bei Herz-Kreislauferkrankungen kann möglich und sinnvoll sein

Bei ischämischen Herzkrankheiten: Trainierte Patienten mit geringem ischämischem Risiko können unter bestimmten Bedingungen von mäßiger Anstrengung in Höhenlagen profitieren. Für sogar auf Normalhöhe untrainierte Ischämie-Patienten wird von Bergsport abgeraten. Vorsicht ist in den ersten 6 bis 12 Monaten nach Herzinfarkt, Bypass- oder Stent-OP angesagt. Medikation unbedingt vorab prüfen, insbesondere hinsichtlich Plättchenhemmung nach Stentimplantation!
– CCS 0–1: Höhen bis 4200 m bei niedriger bis moderater Anstrengung sicher
– CCS II–III: Höhen bis 2500 m bei maximal leichter Anstrengung sicher
– CCS IV: extreme Höhenlagen meiden

Bei Hypertonie. Fast alle ausreichend trainierten Bluthochdruckpatienten dürfen durchaus bergsteigen. Essenziell ist hier die medikamentöse Einstellung und selbstverständlich eine sehr regelmäßige Blutdruckkontrolle.
– Mäßige, gut eingestellte Hypertonie: Höhen bis 4000 m sicher, oberhalb 4000 m nach Absprache mit dem Arzt-
– Schwere, nicht kontrollierte Hypertonie: extreme Höhenlagen meiden
– Medikation: hinsichtlich kompensatorischer Wechselwirkungen prüfen (siehe unter „Herzinsuffizienz“)!

Bei Herzrhythmusstörungen: Ist der gesundheitliche Zustand insgesamt gut, können Arrhythmie-Patienten bei mäßiger bis moderater Anstrengung bergsteigen. Dies gilt auch auch z. B. nach Versorgung mit Schrittmacher oder ICD. Liegen ernste (insbesondere ventrikuläre) Arrhythmien vor, sollten Höhenlagen über 3000 bis 3500 m nicht überschritten werden.

Für Patienten mit Lungenhochdruck und ischämischem oder hämorrhagischem Schlaganfall lagen den Studienautoren zu wenige Daten vor, um eindeutige Empfehlungen daraus abzuleiten. Korrigierte angeborene Herzfehler sind zu individuell, um in einer allgemeinen Empfehlung aufzutauchen. Insgesamt sind weitere Studien zum Thema notwendig.

■ Kura L

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Quellen:

  1. Parati G, Agostoni P, Basnyat B, Bilo G et al. Clinical recommendations for high altitude exposure of individuals with pre-existing cardiovascular conditions: A joint statement by the European Society of Cardiology, the Council on Hypertension of the European Society of Cardiology, the European Society of Hypertension, the International Society of Mountain Medicine, the Italian Society of Hypertension and the Italian Society of Mountain Medicine. Eur Heart J 2018; 39: 1546-1554. doi: 10.1093/eurheartj/ehx720