DZSM

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Die Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin behandelt die klinische Praxis und deren angrenzende Felder im Sinne translationaler Forschung, die den Einfluss von körperlicher Aktivität, Bewegung, Training und Sport sowie Bewegungsmangel von gesunden Personen und Patienten aller Altersgruppen erforscht. Dies umfasst die Auswirkungen von Prävention, Diagnose, Therapie, Rehabilitation und körperlichem Training sowie das gesamte Feld der Sportmedizin und sportwissenschaftliche, physiologische und biomechanische Forschung.

Die Zeitschrift ist die führende und meistgelesene deutsche Zeitschrift für die gesamte Sportmedizin. Sie richtet sich an alle Ärzte, Physiologen und sportmedizinisch/sportwissenschaftlich interessierte Wissenschaftler aller Disziplinen sowie an Physiotherapeuten, Trainer, Praktiker und Sportler. Die Zeitschrift ermöglicht allen Wissenschaftlern online Open Access zu allen wissenschaftlichen Inhalten und viele Kommunikationsmöglichkeiten.

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Geschichte der Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin


Die Geschichte der Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin


Die Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin widmet sich der Wissenschaft und der Praxis der Sportmedizin und ihrer angrenzenden Gebiete. Die Sportmedizin untersucht den Einfluss von Bewegung, Training und Sport sowie Bewegungsmangel auf den gesunden und kranken Menschen jeder Altersstufe, um die Befunde der Prävention, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und dem Sport dienlich zu machen (nach Hollmann 1959).

Vorgeschichte, Vorläuferzeitschriften


Diese Zeitschrift widmete sich der Berichterstattung über die sportmedizinische/sportwissenschaftliche Forschung, ist dann aber im Nationalsozialismus in einer eigenen Zeitschrift des Sportes aufgegangen. Zu den Publikationen in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts sind hier die Zusammenstellungen von Prof. Dr. A. med. Arnold und Prof. Dr. med. E.J. Klaus zu erwähnen.

1928 gründete der "Deutsche Ärztebund zur Förderung der Leibesübungen" eine offizielle sportmedizinische Zeitschrift unter der Bezeichnung "Der Sportarzt" (Verlag N.B. Bloch, Berlin). Mit der Übernahme der Macht durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 endete diese Ära. Die sportmedizinische Zeitschrift ging in eine Gesamtpresse "Sport" über. Nach dem zweiten Weltkrieg erschienen ab 1949 regionale sportmedizinische Zeitschriften, die sich mit Beginn der 1950er Jahre als Anhang oder Beilage in medizinischen Fachzeitschriften wiederfanden, wie beispielsweise in der "Deutschen Medizinischen Wochenschrift". Die "Münchener Medizinische Wochenschrift" brachte in unregelmäßigen Zeitabständen sportärztliche Mitteilungen und Publikationen unter der Sammelüberschrift "Leibesübungen und Sport" heraus.

 

 

Sportmedizin der DDR


Ab 1. März 1961 erschien als offizielles Organ der "Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin" (seit 1969 gemeinsam mit dem "Sportmedizinischen Dienst") die monatlich erscheinende Zeitschrift "Medizin und Sport". Chefredakteur: Prof. Dr. Kurt Franke, der 1980 die Leitung der Redaktion an Obermed. Rat Dr. sc. med. Wolfgang Bringmann übergab. Mit dem Beitritt der Landesverbände aus den neuen Bundesländern zum Deutschen Sportärztebund wurde die Zeitschrift 1991 eingestellt und Dr. Bringmann wechselte in die Redaktion der DZSM.

Nach der ersten Arbeitstagung sportlich interessierter Ärzte in der DDR, die bereits 6 Jahre nach Kriegsende am 5. Mai 1951 in Leipzig stattfand und insbesondere nach der Gründung einer "Arbeitsgemeinschaft für Sportmedizin" am 14. November 1954 in Leipzig, wuchs das Interesse für ein eigenes Publikationsorgan. Die Gründung der Zeitschrift "Theorie und Praxis der Körperkultur" im Mai 1952 bot eine erste Möglichkeit zur regelmäßigen monatlichen Veröffentlichung von Beiträgen, die vor allem für die in der sportärztlichen Praxis tätigen Ärzte interessant waren.

 

 

Die Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin


Die Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin wurde 1950 unter dem Titel "Leibesübungen, Sportarzt, Erziehung" gegründet. Von 1953 bis 1958 nannte sie sich "Sportmedizin". 1964 erfolgte die Umbenennung in "Sportarzt und Sportmedizin". Seit 1978 ist sie bekannt unter dem aktuellen Titel "Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin", zudem erhielt sie 2010 den englischsprachigen Untertitel "German Journal of Sports Medicine".

Nachdem die Zeitschrift anfangs über den Tries-Verlag verlegt wurde, wechselte sie dann zum Deutschen Ärzteverlag und war dort lange Zeit sehr erfolgreich. Sie erschien mit einer Auflage von bis zu 11 500 Exemplaren im Monat. 1997 erfolgte der Wechsel zur WWF-Verlagsgesellschaft in Greven und 2008 zum Süddeutschen Verlag onpact GmbH München. Seit 2015 wird die Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin von Dynamic Media Sales Verlag verlegt.

Derzeit erscheinen 11 Ausgaben im Jahr mit etwa 60 bis 70 wissenschaftlichen Arbeiten als Übersichts- und Orginalarbeiten, Fallberichten, Kurzbeiträge, Standards, Stellungnahmen sowie Editorials und Leserbriefe und zusätzlichen Informationen aus der gesamten Sportmedizin.

Die Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin bekennt sich zu den allgemeinen Prinzipien wissenschaftlicher und sportmedizinischer Praxis, dazu gehören die Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors publiziert als "Unique Requirements for Manuscripts Submitted to Biomedical Journals"(http://www.icmje.org/icmje-recommendations.pdf).

Die Arbeiten des wissenschaftlichen und praxisbezogenen Teils der Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin werden einem Begutachtungsprozess unterzogen. Dieser Begutachtungsprozess unterliegt Grundsätzen und Ablaufregeln.

Grundsätze: Der Begutachtungsprozess dient der Qualitätssicherung und der Überprüfung der Relevanz einer Arbeit für die Ziele der Zeitschrift, der wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit und von redaktionellen Aspekten wie Vollständigkeit, Stil und Verständlichkeit. Im Jahr 2015 wurden insgesamt 75 Neueinreichungen und 59 Revisionen bearbeitet mit 133 Gutachten. Die Ablehnungsquote lag bei 34,52%.

Die Zeitschrift wird in folgenden großen Literaturdatenbanken gelistet

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Schriftleiter der Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin


1950 bis 1959 Ministerialrat a. D. Dr. Dr. med. Arthur Mallwitz

1959 bis 1961 Dr.med. Josef Hammacher, Karlsruhe

1961 bis 1998 Prof. Dr.med. Dr. h.c. mult. Wildor Hollmann, Köln

1999 bis dato Prof. Dr.med. Dr. h.c. Jürgen Steinacker, Ulm

 

 

Aktuelle Mitglieder der Schriftleitung


Prof. em. Dr. med. Wilfried Kindermann, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Sportmedizin, Institut für Sport- und Präventivmedizin, Universität des Saarlandes

Prof. Dr. med. Andreas Nieß, Facharzt für Innere Medizin, Sportmedizin, Abt. Sportmedizin, Universitätsklinikum Tübingen

Prof. Dr. med. Holger Schmitt, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, spezielle orthopädische Chirurgie, Rheumatologie, ATOS Klinik Heidelberg

In der Redaktion am Universitätsklinikum Ulm ist Frau Simone Dübel als wissenschaftliche Redakteurin tätig.

 

 

Ehemalige Mitglieder der Schriftleitung


Dr. med. Willi Pfeifer, Kaiserslautern 1959 - 1999 Prof.

Dr. med. Holger Mellerowicz, Berlin 1990 - 2004

Prof. Dr. med. Hans Rieckert, Kiel 1986 - 1999

Prof. Dr. med. Richard Rost, Köln 1977 - 1998

Prof. Dr. med. Dieter Kohn, Homburg 2004 - 2006

 

 

Literatur

1. Arnold A: Bibliographie des gesamten seit 1911 erschienenen Schrifttums über Sportmedizin und deren Grenzgebiete, mit Berücksichtigung des ausländischen Schrifttums. Berlin, A.Reher 1927.

2. Arnold A: Bibliographie des 1927 erschienenen Schrifttums über Sportmedizin und deren Arnold A: Grenzgebiete, mit Berücksichtigung des ausländischen Schrifttums. Leipzig, G. Thieme 1929.

3. Arnold A: Bibliographie über Sportmedizin und Grenzgebiete 1928 - 1931. Leipzig, J.A. Barth 1934.

4. Arnold A: Bibliographie über Sportmedizin und Grenzgebiete 1932 - 1935. Leipzig, G. Thieme 1936.

5. Arnold A: Bibliographie der Sportmedizin und deren Grenzgebiete unter Berücksichtigung der ausländischen Literatur 1936 - 1953. Leipzig, J. A. Barth 1958.

6. Klaus EJ: Deutschsprachige Standardwerke und wichtige Beiträge der Sportmedizin und ihre Grenzgebiete in den Jahren 1900 - 1955. Freiburg/Br., R. Tries 1955.

 
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