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The German Journal of Sports Medicine is directed to translational science and clinical practice of Sports Medicine and its adjacent fields, which investigate the influence of physical activity, exercise, training and sports, as well as a lack of exercise affecting healthy people and patients of all age-groups. It addresses implications for prevention, diagnosis, therapy, rehabilitation and physical training as well as the entire Sports Medicine and research in sports science, physiology and biomechanics.

The Journal is the leading and most widely read German journal in the field of Sports Medicine. Readers are physicians, physiologists and sports scientists as well as physiotherapists, coaches, sport managers, and athletes. The journal offers to the scientific community online open access to its scientific content and online communication platform.

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Sportmedizin
EDITORIAL

Der 41. Deutsche Sportärztekongress in Ulm

41st German Congress of Sports Medicine in Ulm

Alle zwei Jahre versammeln sich die deutschen Sportmediziner und Sportwissenschaftler unter dem Patronat der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention, um die neuesten Entwicklungen in der Forschung, in der Klinik und in der Praxis zu berichten, zu diskutieren und zu bewerten. Damit ist der Kongress auch die wichtigste deutschsprachige sportmedizinische wissenschaftliche Veranstaltung.
Das Motto des Kongresses „Sport bewegt die Medizin“ soll die große Bedeutung von körperlicher Aktivität für die Überwindung von Problemen unseres modernen Lebensstils und damit verbundenen Folgeerkrankungen darstellen. Diese chronischen Folgeerkrankungen unseres modernen Lebensstils bedeuten Adipositas, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus und arterielle Hypertonie. Diese münden dann ein in die Krankheitsbilder wie koronare Herzerkrankung oder Schlaganfall und tragen erheblich dazu bei, dass viele Erkrankungen im Verlauf frühzeitiger, in der Intensität stärker und mit mehr Komplikationen auftreten. Beispiele sind demenzielle Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Stürze und Verletzungen im Alter. Auch die Häufigkeit von Krebserkrankungen steht mit dem Lebensstil unmittelbar in Zusammenhang. In den 50iger Jahren wurde in Baden-Württemberg schon die erste Herzsportgruppe von Dr. Hartmann in Schorndorf gegründet und im Verlauf haben dann zahlreiche sportmedizinische Studien belegt, dass körperliche Aktivität auch messbare Effekte in der Prävention und Therapie dieser Erkrankungen besitzt. In den letzten Jahren entdeckt auch die Akutmedizin, dass hier mit der Sportmedizin eine wichtige Komplementärfunktion zur Versorgung und Rehabilitation von Patienten zur Verfügung steht. Die Effektstärken eines wirkungsvollen Sport-, Bewegungs- und Rehabilitationsprogrammes sind denen einer medikamentösen Therapie mindestens ebenbürtig oder teilweise sogar überlegen. Damit gehören Sport und Bewegung zu den wichtigsten Interventionsmaßnahmen in der Prävention und Rehabilitation vieler Erkrankungen. Damit wird die hochtechnisierte und effiziente Akutmedizin, die das Überleben vieler Patienten sicherstellt und Schädigungen minimiert, wirkungsvoll ergänzt und es besteht auch eine große Möglichkeit zur Prävention.
Der Leistungssport steht nach der Olympiade in Peking vor dem Problem, dass unterschätzt wurde, wie sich andere Nationen konsequent in den letzten beiden Jahren auf die Olympiade vorbereiten und welche qualitativen und quantitativen Ansprüche an das Training, an die biomechanische Bewegungsqualität, an die psychologische und medizinische Vorbereitung sowie der Gesamtorganisation des Sports mittlerweile bestehen. Viele Sportarten wurden hier völlig überrascht und nur bei rechtzeitigem Gegensteuern wird es möglich sein, diesen Anforderungen in London zu begegnen. Die sportmedizinischen Institute sind hier ein wichtiger Faktor des Fortschritts, sie haben Kontakte in die internationale Forschungs- und Sportszene und vermitteln genau diese Dynamik des internationalen Sports in die von uns betreuten Verbände hinein. Die Zentralisierung von sportmedizinischer und sportwissenschaftlicher Forschung und Betreuung, wie es manche anstreben, würde nur die Organisation, nicht aber die Innovationsfähigkeit stärken. Innovation ist ein Thema dieses Kongresses und das abschließende Trainerseminar soll an ausgewählten Erfolgskonzepten zeigen, dass Innovation spezifisch für die jeweilige Sportart immer wieder erarbeitet werden muss.
Die Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin in Ulm hat konsequent einen sportmedizinischen und internistisch-kardiologischen Schwerpunkt entwickelt mit Kompetenzen vom Leistungssportler bis zum Patienten in enger Kooperation mit den Fachkollegen des Universitätsklinikums, einer internistischen Rehabilitationsklinik, in der Sporttherapie von Verletzungen, in der Analyse und Betreuung von Nationalmannschaften und großen Vereinen. In der Forschung umfasst es die Molekularbiologie des Skelettmuskels, klinische Studien bei Patienten, bei Leistungssportlern und mit der großen Präventionsstudie „URME-ICE“ sowie dem neuen Programm der Landesstiftung „Komm in das gesunde Boot für die Grundschule“. Damit spiegelt dieser Kongress auch etwas unser Profil wieder und wir alle aus unserer Einrichtung sind sehr stolz diesen Kongress und seine Teilnehmer als Gäste begrüßen zu können.
Der Kongress wird wissenschaftlich im Wesentlichen vom Wissenschaftsrat der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Bärtsch getragen. Dazu wurde eine Programmkommission gebildet, deren Diskussionen und Beschlüsse dann für den Wissenschaftsrat von Prof. Dr. Kai Röcker aus Freiburg umgesetzt wurden und letztlich in das Tagungsprogramm münden, das wir für Sie zusammengestellt haben.
Es darf nicht vergessen werden zu danken dem Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention unter seinem Präsidenten Prof. Dr. Herbert Löllgen für das Vertrauen, den Kongress nach Ulm zu vergeben, der Sportmed GmbH, Professor Horstmann und der comed GmbH. Die Sportärzteschaft Württemberg unter dem Präsidenten Privatdozent Dr. Martin Huonker und viele Kollegen in der lokalen Programmkommission voran auch die Abteilung für Sportmedizin des Universitätsklinikums Tübingen unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Niess und zahlreiche Kollegen aus Württemberg und dem Universitätsklinikum Ulm haben wesentlich zu diesem Programm beigetragen, so dass ich großen Anlass zum Dank habe.

 
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