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The German Journal of Sports Medicine is directed to translational science and clinical practice of Sports Medicine and its adjacent fields, which investigate the influence of physical activity, exercise, training and sports, as well as a lack of exercise affecting healthy people and patients of all age-groups. It addresses implications for prevention, diagnosis, therapy, rehabilitation and physical training as well as the entire Sports Medicine and research in sports science, physiology and biomechanics.

The Journal is the leading and most widely read German journal in the field of Sports Medicine. Readers are physicians, physiologists and sports scientists as well as physiotherapists, coaches, sport managers, and athletes. The journal offers to the scientific community online open access to its scientific content and online communication platform.

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Sportkardiologie
ÜBERSICHT
Neue internationale Empfehlungen zur EKG-Beurteilung bei Sportlern

Neue Internationale Empfehlungen zur EKG-Beurteilung bei Sportlern: Panta rhei oder Endpunkt?

New International Recommendations for ECG Interpretation
in Athletes: Panta Rhei or Final Version

Zusammenfassung

In den letzten 12 Jahren haben mehrere Konferenzen und Arbeitsgruppen die Interpretation des Sportler-EKGs bearbeitet. Zahlreiche Studien auf diesem Gebiet lieferten in den letzten Jahren wichtige Erkenntnisse zur Bewertung. Dies führte zu einer erheblich besseren Validität des Ruhe-EKGs bei trainierten Sportlern, zugleich sank die Rate an falsch positiven Beurteilungen.
Die jetzige Empfehlungstuft die Kriterien für eine Hypertrophie oder Vergrößerung der Ventrikel und Vorhöfe mit Achsenabweichung als grenzwertig ein („borderline“), wenn sie isoliert auftreten. Bei zusätzlichen abnormalen Kriterien ist eine weitere Abklärung erforderlich. Weiterhin werden die Abläufe zur diagnostischen Abklärung nochmals erläutert. Mit dieser Empfehlung ist die Zuverlässigkeit des Ruhe-EKGs beim Sportler der Anamnese und klinischen Untersuchung zur Erkennung möglicher abnormaler Befunde eindeutig überlegen. So kann der Sportarzt das Herz des Sportlers besser vor möglichen fatalen Ereignissen schützen.
Damit sollte heutedas Ruhe-EKG bei der sportärztlichen Untersuchung als Standard gelten. Auch wenn eine zuverlässige Interpretation durch eine PC-gesteuerte Analyse in EKG-Geräten möglich ist, bedarf es einer besonderen ärztlichen Kenntnis des Sportler-EKGs. Damit erfährt die Fortbildung auf dem Gebiet der Sportkardiologie für jeden Sportarzt eine zunehmende Bedeutung.

SCHLÜSSELWÖRTER: EKG, Analyse, Konsensus, Sportler, EKG-Gerät

Summary

Within the last twelve years, many consensus conferences and working groups have reported new recommendations for ECG interpretation in endurance exercise athletes. New data have improved validity and reliability of resting ECG in athletes, reducing especially false positive findings.
In particular, these new recommendations classify ECG signs of hypertrophy and enlargement of ventricles or atria, or axis deviation in isolation as borderline findings. Conversely, signs of hypertrophy or enlargements associated with other abnormal findings require further evaluation. In addition, procedures for the diagnostic evaluation of abnormal findings are described in detail.
With this recommendation, the reliability of the resting ECG is superior to anamnesis and clinical examination in the recognition of abnormal findings, and should be a mandatory part of pre-participation examination for all athletes. Even though the reliability is supported by integrated PC-assisted ECG analysis, special cardiological knowledge in ECG interpretation is required. Therefore, special education in sports cardiology is strongly recommended for all qualified sports physicians.

KEY WORDS: ECG, Interpretation, Consensus, Athletes, ECG Device

Einleitung

Seit vielen Jahren und Jahrzehnten ist in der Sportmedizin das „Sportherz“oder „Athlete‘s heart“ bekannt. Darunter versteht man die physiologischen Anpassungen des Herzens und Kreislaufsystems an ein intensives Ausdauertraining. Folge dieser Anpassungen sind häufig EKG-Veränderungen, die beim gesunden Nichtsportler durchaus als pathologisch oder abnormal bezeichnet werden. Für den Sportler sind es aber Normvarianten, dies gilt insbesondere für afroamerikanische Athleten. Bei der Abgrenzung und EKG-Analyse ist eine Grauzone bei Sportlern zu zu beachten (Abb. 1). Die Bewertung dieser Interpretation setzt eingehende sportkardiologische Kenntnisse voraus, insbesondere in der EKG-Beurteilung. Hinzu kommt die Diskussion zwischen amerikanischen und europäischen Experten auf dem Gebiet der Sportkardiologie: Der Stellenwert des Ruhe-EKGs beim Sportler wurde in den USA als wenig bedeutsam betrachtet, in Europa jedoch deutlich höher bewertet und ist obligater Teil der sportärztlichen Vorsorgeuntersuchung (18).

Historische Hinweise

In den letzten 10 Jahren wurden mehrfach Empfehlungen zu EKG-Beurteilungen, u. a. als Konsensusempfehlungen, bei Sportlern publiziert. Ausgangspunkt waren EKG Veränderungen bei Sportlern, die bei Normalpersonen als möglich pathologisch, bei Sportlern aber als Normvarianten bewertet wurden. Eine erste wegweisende Darstellung publizierten Corrado und Pellicia et al. (6, 7). Der nächste wichtige Schritt war die Empfehlung der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC), die einen Standard vorgaben. Sie prägten die Unterscheidung in normale und trainingsbedingte Normalbefunde und abnormale, nicht trainingsbedingte EKG-Befunde bei Sportlern (8). Dazu kamen und kommen grenzwertige Befunde, die einer weiteren Abklärung bedürfen. Diese ersten Studien zeigten aber immer noch unzureichende prädiktive Werte, was zur Kritik am Stellenwert des Ruhe-EKGs beim Sportler führte, insbesondere bei amerikanischen Experten (23, 26).
Die Kriterien zur EKG-Befundung wurden nach und nach durch verschiedene weitere Studien angepasst und verbessert. Das Ergebnis einer Konsensuskonferenz mit verbesserten Kriterien wurde von Uberoi et al. publiziert (31). Darin wurden auch systematisch die Definitionen der EKG-Varianten aufgelistet. Aber erst die umfangreiche Publikation der Konferenz von Seattle ergab eine deutlich verbesserte Zuverlässigkeit der EKG-Abgrenzung zwischen normalen und nicht-normalen Befunden bei Sportlern (Seattle-Kriterien) (10). Diese ausführliche Darstellung enthielt außerdem detaillierte Definitionen der EKG-Normalbefunde und der abnormalen Veränderungen. Die Seattle-Kriterien wurden danach zum Standard der EKG-Auswertung bei Sportlern (10, 29). In epidemiologischen Analysen an über 274 000 Rekruten mit digitalisiertem EKG bei der Musterung konnten der hohe prädiktive Wert belegt und die niedrige Rate falsch-positiver Ergebnisse bestätigt werden (1).

Bisherige internationale Empfehlungen

In einer weiteren Studie von Sheikh et al (30) verfeinerte diese Arbeitsgruppe die Beurteilung durch Verbesserungen der Hypertrophiekriterien an einer größeren Gruppe afroamerikanischer und weißer Sportler. Hierdurch wurde die Zuverlässigkeit der EKG-Interpretation weiter verbessert, was durch eine größere Studie mit den verbesserten Kriterien bestätigt wurde (25). Dies war schließlich Anlass einer neuerlichen Konsensuskonferenz, auf der EKG-Kriterien bei Sportlern erneut überarbeitet und verbessert wurden. Diese liegen nun als „Internationale Empfehlungen zur EKG-Interpretation“ vor. Die ausführliche Version erschien im British Journal of Sports Medicine (11), kürzere Texte im European Heart Journal und im Journal of American College of Cardiology. Das aktuelle „IOC Manual Sports Cardiology“ konnte diese Ergebnisse auszugsweise berücksichtigen (34). Für den praktisch tätigen Sportarzt wird die ausführliche Version in jedem Fall empfohlen (11), alle drei Varianten sind durch „open acces“ verfügbar.
Hervorzuheben ist, dass im Laufe der erwähnten Konferenzen und Empfehlungen in verschiedenen Studien die Rate der falsch positiven EKG-Befunde von 17 auf 4,2% zurückging (5, 11, 13, 25). Weitere aktuelle Studien ergaben für die SeattleKriterien sogar nur 2,8% falsch-positive Befunde (26) bzw. einen Rückgang von 26% auf 5,7% (11). Damit ist das Ruhe-EKG in der Erkennung möglicher pathologischen Befunde beim Sportler der Anamnese und klinischen Untersuchung sogar überlegen (13).
Anzumerken ist die wichtige Unterscheidung bei diesen Empfehlungen, dass Sensitivität und Spezifität sehr stark von der Prävalenz einer Erkrankung abhängen. Prävalenz beinhaltet die Häufigkeit einer Erkrankung in der Bevölkerung von 100 000 Personen. Daher ist nur durch die Bestimmung des positiven und negativen Vorhersagewertes („predictive value“) eine zuverlässige Beurteilung von richtig/falsch positiven Ergebnissen möglich. Dieser wird in der Diskussion um die Validität des Ruhe-EKGs beim Sportler nicht immer beachtet, hat aber besondere Bedeutung beim Belastungs-EKG. Die obigen Zahlenangaben und Veränderungen beinhalteten aber gut vergleichbare Populationen von Sportlern, sodass in dieser Publikation die Aussagen zu Sensitivität und Spezifität zutreffend sind

Aktuelle internationale Empfehlungen

Die detaillierten Analysen und Definitionen sind der Originalpublikation zu entnehmen, diese sind durch „Open Access“ jedem leicht zugänglich. Die ausführliche Version beinhaltet auch weiterführende Untersuchungen für alle aufgeführten EKG-Normvarianten und sollte primär herangezogen werden (11). Hier ist bemerkenswert, dass die Kernspintomographie einen sehr hohen Stellenwert in der weiteren Abklärung hat, sie steht neben der Echokardiographie an vorderer Stelle.
Das wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Empfehlungen sind, dass die Kriterien für eine Hypertrophie und Vergrößerung, einschließlich der Achsenabweichungen, für Ventrikel und Vorhöfe im EKG als grenzwertige Befunde beschrieben werden („borderline findings“). Kommen weitere abnormale Befunde hinzu, ist eine weitere Abklärung notwendig. Auch der vollständige Rechtsschenkelblock bedarf dann einer Abklärung, wenn zusätzliche abnorme Befunde im EKG vorliegen (Abb. 1). Eine vorausgegangene Publikation von D’Ascenzi et al. hatte hierzu bereits nachgewiesen, dass die „normalen“ echokardiographischen Dimensionen der Vorhöfe und Ventrikel bei Sportlern größer sein können, als sie bisher als „normal“ angegeben wurden (9). Dem entsprach auch eine umfangreiche Studie von Bohm et al. (4). Diese und zahlreiche weitere Studien widerlegen auch Untersuchungen zur angeblichen Rechtsherzschädigung durch Sport (15, 20).
Die frühe Repolarisation im EKG bei Sportlern wird, auch nach neueren Studien, nicht als abnormaler Befund betrachtet, ebenso nicht die verkürzte QT-Dauer (14, 21, 22, 32). Die Epsilon-Welle wird erwähnt und sollte immer Anlass sein, nach einer arrhythmogenen rechtsventrikulären Kardiomyopathie zu suchen (Abb. 1). Eine aktuelle Check-Liste hierzu wurde kürzlich publiziert (27). Auf die stets notwendige Checkliste bei Verdacht auf ein Marfansyndrom, bei dem seltener EKG-Anomalien zu finden sind, wird hingewiesen, dies insbesondere bei hochwüchsigen Sportlern (>190cm) und somit bei vielen Basketballspielern. Diese Sportler gehören zur Gruppe, die am höchsten gefährdet ist für einen kardialen Zwischenfall und plötzlichen Tod (12, 26).
Die Probleme und Analyse der T-Wellen im Ruhe-EKG nimmt einen breiten Raum ein und erfordert eine sorgfältige Bewertung im Sportler-EKG. Hingewiesen wird auch auf die T-Wellen (bzw. T-Zacken) bei Kindern und Jugendlichen. Negative T-Wellen bis zum Alter von 16 Jahren in Ableitungen V1-V3 sind normal unter Beachtung von Größe und Gewicht. Bei positiver Familienanamnese kann eine weitere Abklärung sinnvoll sein (11).
Beim WPW-Syndrom wird ein Belastungs-EKG empfohlen, das Verschwinden der Delta-Welle soll für eine gutartige Form sprechen. Im Zweifelsfall und bei klinischer Symptomatik wird aber immer zu einer elektrophysiologischen Untersuchung geraten. Dabei ist die effektive Refraktärzeit eine wichtige Größe zur Frage der Ablation der akzessorischen Bahn (11, 24).
Bei Sportlern über 30 Jahren sollte verstärkt an eine koronare Herzerkrankung gedacht werden, einschließlich einer Koronaranomalie. Hier wird stets zu einem Belastungs-EKG (mit Ausbelastung) geraten. Gleiches gilt im übrigen bei Verdacht auf die seltene, katecholaminerge polymorphe ventrikuläre Tachykardie (CPVT) (6, 24).

Kommentar

Für die Sinusbradykardie wird eine untere Herzfrequenz von 30/min als noch normal angenommen, dennoch beobachtet man bei hochtrainierten Ausdauersportler gelegentlich auch Werte darunter, die normal sind und unter Belastung regulär ansteigen. Im Begleittext wird dies auch so durch die Autoren erläutert. Bei Sportlern wie bei Normalpersonen sind solche Bradykardien von Borelliose- oder Sarkoidose-bedingten Bradykardien abzugrenzen, bei Sarkoidose auch mittels kardialer Kernspinuntersuchung.
Höhergradige AV-Blockierungen sind in seltenen Fällen als noch normal zu bewerten. Bei einem Sportler in der eigenen Praxis mit intensivem Ausdauertraining fand sich ein nächtlicher AV-Block III. Grades, der sich nach Reduzierung des Trainingsumfanges zurückbildete. So konnte bei diesem Sportler die bereits auswärts vorgeschlagene Schrittmacherimplantation vermieden werden konnte (19). Die Autoren der aktuellen internationalen Empfehlungen weisen darauf hin, dass im Einzelfall bei abnormalen Befunden stets eine weiterführende Diagnostik notwendig ist. Die Ergebnisse sind stets durch Sportkardiologen und einem sportmedizinisch geschulten Kardiologen zu bewerten.
Wie schon bei den Seattle-Kriterien diskutiert, konnten Berge et al. zeigen, dass die PC-unterstützte EKG-Interpretation der visuellen überlegen ist (2, 3). Eine solche rechnergestützte Analyse ist vor allem bei der Berechnung der Zeitwerte, Amplituden bzw. Spannungswerten dem Auge überlegen. Dies erspart naturgemäß nicht die kritische Betrachtung eines sportkardiologisch geschulten Arztes, hilft aber dem weniger Erfahrenen bei der Bewertung des Sportler-EKGs weiter.
Supraventrikuläre Arrhythmien werden im Text erwähnt und besprochen. Es liegt nur ein kurzes Kapitel zum paroxysmalen Vorhofflimmern bei Sportlern vor, ohne dass auf Häufigkeit, Ursachen und Sportart sowie eine ausführliche Diagnostik und Therapie ausreichend eingegangen wird, Diese Arrhythmieform, das Vorhofflimmern, ist derzeit von aktuellem Interesse und hoher klinischer Relevanz (17, 28).

 

 

Die Bedeutung des Ruhe-EKGs in der sportärztlichen Vorsorgeuntersuchung

Inzwischen scheint die Diskussion um die Rolle des Ruhe-EKGs im Rahmen der sportärztlichen Untersuchung zu Ende zu gehen zu Gunsten des EKGs (13, 18, 32). Auch die neueren Publikationen jenseits des Ozeans empfehlen eine großzügige Indikation zum Ruhe-EKG aufgrund der individuellen Entscheidung. Alle großen Weltfachverbände des Sports empfehlen – meist obligat – ein Ruhe-EKG vor dem Wettkampfsport, auch die zahlreichen Studien und Konsensus-Empfehlungen bestätigen dies.
Zudem ist das Ruhe-EKG für die Erkennung möglicher Risiken im Sport der Anamnese und auch der klinischen Untersuchung an Zuverlässigkeit (Validität) deutlich überlegen (14, 18, 19). Die PC-gestützte Auswertung verstärkt diese zusätzlich (1, 2, 3). Bedeutsam an dieser internationalen Empfehlung ist auch, dass stets eine kritische Betrachtung durch einen erfahrenen Sportkardiologen bei schwierigen Befunden notwendig. Stets ist das gesamt klinische Bild mit den weiterführenden Untersuchungsergebnissen zu beachten. Damit wird eine sportkardiologische Fortbildung nachhaltig erforderlich.

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Keine

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Prof. Dr. Herbert Löllgen
Ehrenpräsident der DGSP
Praxis für Kardiologie und Sportkardiologie
Daniel-Schürmann-Str. 14
42853 Remscheid
loellgen@dgsp.de
 
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