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The German Journal of Sports Medicine is directed to translational science and clinical practice of Sports Medicine and its adjacent fields, which investigate the influence of physical activity, exercise, training and sports, as well as a lack of exercise affecting healthy people and patients of all age-groups. It addresses implications for prevention, diagnosis, therapy, rehabilitation and physical training as well as the entire Sports Medicine and research in sports science, physiology and biomechanics.

The Journal is the leading and most widely read German journal in the field of Sports Medicine. Readers are physicians, physiologists and sports scientists as well as physiotherapists, coaches, sport managers, and athletes. The journal offers to the scientific community online open access to its scientific content and online communication platform.

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Klinische Sportmedizin
ORIGINALIA
EVALUATION M.O.B.I.L.I.S. LIGHT

Evaluation von M.O.B.I.L.I.S. light – ein Gesundheitsprogramm für Übergewichtige

Evaluation of M.O.B.I.L.I.S. light – A Health and Fitness Program for Overweight People

ZUSAMMENFASSUNG

Das präventive, an einem biopsychosozialen Modell der Gesundheit orientierte Gesundheitssportprogramm M.O.B.I.L.I.S. light zielt auf die Veränderung bewegungs- und ernährungsorientierter Verhaltensweisen bei leicht übergewichtigen Personen (BMI zwischen 25 und 30). Ziel der vorliegenden Studie ist die detaillierte Evaluation der kurz- und mittelfristigen Effekte des Gesundheitsprogramms hinsichtlich gesundheitssportlicher Kernziele sowie dem damit verbundenen ernährungs- und bewegungsbezogenen Gesundheitsverhalten und der Gesundheit. Das Programm besteht aus zehn Bewegungs- und vier Ernährungseinheiten (90 Minuten/Woche). In einem Ein-Gruppen-Versuchsplan mit Messwiederholung wurden n=127 Personen (aus 15 Vereins- und Betriebssportgruppen, 76,4% weiblich, 49,59±9,79 Jahre) mit Hilfe eines umfangreichen Fragebogens zu Beginn und am Ende der Intervention sowie in einer Follow-up-Messung (drei Monate später) untersucht. Ein Teil der Stichprobe absolvierte zum ersten und zweiten Messzeitpunkt zusätzlich sportmotorische Tests. Insgesamt zeigt das Gesundheitssportprogramm für den Großteil der erfassten Variablen positive Effekte (p<0,05), die in den meisten Fällen auch noch für die Follow-up-Messung nachweisbar sind. So werden nicht nur Körpergewicht und BMI reduziert, nicht nur Ernährungs- und Bewegungsverhalten umgestellt, sondern es verbessern sich auch die körperliche Leistungsfähigkeit und die körperliche und psychische Gesundheit. Das Ausbleiben positiver Veränderungen in einigen wenigen Variablen kann als Hinweis interpretiert werden, dass diese Aspekte in der kurzen Laufzeit des Programms nicht in ausreichender Weise geschult werden konnten. Trotz einiger methodischer Einschränkungen ist aufgrund der spezifischen und detailliert nachweisbaren Effekte eine positive Wirkung von M.O.B.I.L.I.S. light durchaus anzunehmen.

Schlüsselwörter: Gesundheitssportprogramm, Evaluation, Verhaltensänderung, Gewichtsreduktion, M.O.B.I.L.I.S. light.

SUMMARY

M.O.B.I.L.I.S. light, a preventive health and fitness program based on the biopsychosocial model of health, is designed to change exercise and diet behavior in slightly overweight people (BMI between 25 and 30). The present study aims to evaluate short- and medium-term effects of the program on core goals associated with health-enhancing exercise as well as on health behavior and subjective health. M.O.B.I.L.I.S. light consists of ten exercise- and four diet-sessions (90 min/week). In a one-group repeated-measures design, n=127 participants (from 15 company- and club-sports groups, 76.4% female, 49.59±9.79 years) completed a comprehensive set of questionnaires at the beginning and at the end of the intervention as well as three months later (follow-up). A part of the sample additionally did fitness tests at the first and second measurement. All in all, the health and fitness program shows positive effects on most of the included variables (p<0.05) which can still be demonstrated in the follow-up-measure. Weight and BMI were reduced, diet- and exercise-behavior was changed, and physical fitness and physical and psychological health improved as well. The absence of positive changes in a few variables may be due to the fact that these aspects couldn’t be trained sufficiently during the short duration of the program. In spite of some methodological limitations, a positive outcome of M.O.B.I.L.I.S. light can be presumed on grounds of the specific and precisely-demonstrated effects.

Key Words: Health promotion program, evaluation, behavior change, weight
loss, M.O.B.I.L.I.S. light.

EINLEITUNG

Übergewicht und Fettleibigkeit werden mittlerweile als Volkskrankheit bezeichnet. Vor allem Bewegungsmangel und falsche Ernährung tragen zu Übergewicht bei und sind als verhaltensbezogene Morbiditätsrisiken zu betrachten (4, 16). Die Veränderung gesundheitsbezogener Verhaltensweisen und der Aufbau stabiler Verhaltensmuster stellt für viele Menschen eine gravierende Herausforderung dar. Dies gilt auch bei Unterstützung durch entsprechende Interventionen, wie sie etwa in Gesundheitsprogrammen realisiert werden (3, 5, 21).
Das präventive Gesundheitssportprogramm M.O.B.I.L.I.S. light (multizentrisch organisierte bewegungsorganisierte Initiative in Lebensstiländerung zur Selbstverantwortung) zielt auf eine Veränderung bewegungs- und ernährungsorientierter Verhaltensweisen bei leicht übergewichtigen Personen mit einem BodyMass-Index (BMI) von 25,0 bis 29,9kg/m², die einen Bewegungsmangel, aber keine behandlungsbedürftigen Risikofaktoren, Erkrankungen oder psychischen Essstörungen aufweisen. Das Programm ist einer biopsychosozialen Auffassung von Gesundheit verpflichtet und verfolgt die grundsätzlichen gesundheitssportlichen Ziele der Stärkung physischer und psychosozialer Gesundheitsressourcen, der Verminderung von Risikofaktoren, der Bewältigung von Beschwerden, der sozialen Bindung und der Verbesserung der sozial-strukturellen Ressourcen (17).
Ziel der vorliegenden Studie ist die detaillierte Evaluation der kurz- und mittelfristigen Effekte des Programms hinsichtlich gesundheitssportlicher Kernziele sowie dem damit verbundenen ernährungs- und bewegungs-bezogenen Gesundheitsverhalten und der subjektiven Gesundheit.

MATERIAL UND METHODEN

Intervention
Das Programm besteht aus zehn Bewegungs- und vier Ernährungseinheiten, die mit 90 Minuten pro Woche absolviert werden (17). Es stellt eine Modifikation des für adipöse Personen (BMI≥30) konzipierten Schulungsprogramms M.O.B.I.L.I.S. dar, das gute Erfolge zeigt (1, 6, 8, 9). Ziel des Programmes ist der eigenverantwortliche Umgang mit dem Körpergewicht. Dazu wird eine energetisch ausgeglichene Lebensweise angestrebt. Die Veränderung des Lebensstils ist gekennzeichnet durch die Kombination von erhöhter körperlicher Aktivität bei gleichzeitig verringerter Kalorienzufuhr. Im Mittelpunkt des Gesundheitsportprogramms steht die körperliche Bewegung. Ein Schwerpunkt der Bewegungseinheiten ist die Vermittlung praktischer Übungen für einen aktiveren Alltag, beispielsweise Nordic Walking oder verschiedene Kräftigungs- und Dehnübungen. In den Ernährungseinheiten werden Strategien für eine gesunde und ausgewogene Ernährung vermittelt. Die Bewegungseinheiten werden von für das Programm zertifizierten Kursleitern („Pluspunkt Gesundheit.DTB“-Übungsleitern) bzw. Diplom-Sportlehrern/Sportwissenschaftlern, die Ernährungseinheiten von zertifizierten Diätassistenten oder Ökotrophologen durchgeführt.

Tabelle 1: Gesundheitssportliche Kernziele in Abhängigkeit von den drei Messzeitpunkten

Datenerhebung und Operationalisierung
In einem Ein-Gruppen-Versuchsplan mit Messwiederholung wurden die Daten in der ersten (t1) und in der letzten Einheit des Programms (t2) sowie drei Monate nach Programmende (t3) erhoben. Untersucht wurden einerseits Konkretisierungen ausgewählter gesundheitssportlicher Kernziele (Stärkung physischer Gesundheitsressourcen, Verminderung von Risikofaktoren, Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen, soziale Bindung) sowie andererseits potentielle Effekte dieser Kernziele. Zu den potentiellen Effekten gehören insbesondere Aspekte des ernährungs- und bewegungsbezogenen Gesundheitsverhaltens sowie die gesundheitsbezogene Lebensqualität als Gesundheitsmaß. Die Datenerhebung erfolgte über einen umfangreichen Fragebogen. Überwiegend wurden standardisierte Skalen verwendet, teilweise aber auch eigens entwickelte oder adaptierte Instrumente.
Für das gesundheitssportliche Kernziel der Stärkung physischer Gesundheitsressourcen wurden der motorische Funktionsstatus (2) sowie die Entspannungsfähigkeit erhoben (12). Das Gewicht und der BMI als relevante Risikofaktoren beruhten auf der Selbstauskunft der Teilnehmer. Die Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen bezog sich auf das in dem Gesundheits-programm vermittelte Handlungswissen (z.B. Bedeutung von Aufwärmübungen oder der Zufuhr von Flüssigkeit) und Effektwissen (zu körperlicher Aktivität bzw. ungesunden Ernährungsverhaltens auf physiologische Veränderungen) in den Bereichen Sport und Ernährung, auf die Selbstwirksamkeitsüberzeugung (d.h. die Überzeugung, auch unter widrigen Umständen an körperlicher Aktivität (7) bzw. gesunder Ernährung (10) festzuhalten und diese dauerhaft durchführen zu können), die positiven und negativen Konsequenzen regelmäßiger sportlicher Aktivität (mod. nach (14)) und dauerhaft gesunden Ernährungsverhaltens (z.B. in Bezug auf soziale Kontakte, Einschränkungen beim Essen (10)) sowie das Körperselbstkonzept (ablehnende Körperbewertung (15)). Für das Kernziel der sozialen Bindung wurde nach der Bindung an körperliche Aktivität im Sinne einer Bewegungsintegration in den Alltag während der vergangenen vier Wochen gefragt (11).
Die potentiellen Effekte der Kernziele auf das ernährungsbezogene Gesundheitsverhalten wurden operationalisiert über die Umsetzung der Ernährungsempfehlungen des Gesundheitsprogramms (z.B. weniger als 60 Gramm Fett pro Tag), die Essgewohnheiten (Häufigkeit des Verzehrs bestimmter Lebensmittel, z.B. frisches Obst (11)) sowie die Intention, regelmäßig sportlich aktiv zu sein (Stadium der Absichtsbildung von 1=keine Absicht bis 5=Absicht wird problemlos in die Tat umgesetzt (14)). Für die potentiellen Effekte der Kernziele auf das bewegungsbezogene Gesundheitsverhalten wurde neben der habituellen körperlichen Aktivität bei der Arbeit, beim Sport und in der Freizeit (18) ebenfalls das Stadium der Absichtsbildung erfasst (14). Schließlich wurde die selbstberichtete gesundheitsbezogene Lebensqualität als Maß der körperlichen und psychischen Gesundheit herangezogen (22).
Ein Teil der Stichprobe (8 Gruppen, n=91) absolvierte zu t1und t2 zusätzlich eine sportmotorische Testbatterie zur objektiven Erfassung der physischen Gesundheitsressourcen. Berücksichtigt wurden Aspekte der Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination (in Anlehnung an (19) und (20)). Als mögliche Confounder wurden der Besuch anderer Gesundheitskurse nach Beendigung des Programms, belastende Lebensereignisse, die Häufigkeit der Teilnahme und das Wunschgewicht in Betracht gezogen.

Stichprobe
An der Studie nahmen 127 Personen (Geschlecht: 76,4% weiblich; Alter: 49,59±9,79 Jahre, 80% zwischen 36 und 60 Jahren) aus 15 Gruppen (in Vereinen und Betrieben) teil. Die Teilnahme wurde durch verschiedene Medien des Deutschen Turner-Bundes (DTB) beworben. Der BMI zu Kursbeginn betrug im Mittel 29,58 (±4,12 kg/m2, BMI<25: 6,7%, BMI>30: 38,1%). Im Durchschnitt waren die Teilnehmer an 12,23 der 14 Termine anwesend (±1,51); 90,4% der Teilnehmer nahmen an mindestens elf Terminen teil (n=84). Die Drop-out-Rate lag zu t2bei 22% (n=28) und zu t3bei 26% (n=33).

Tabelle 2: Sportmotorische Kenngrößen in Abhängigkeit von den zwei Messzeitpunkten t 1 (Beginn) und t 2 (Ende); t-Test: *** p&lt;0,001, ** p&lt;0,01, * p&lt;0,05; n=59

Statistische Datenauswertung
Die Datenauswertung erfolgte mit IBM® SPSS® Statistics 20. Die Effekte wurden mit Hilfe von Varianzanalysen mit Messwiederholung bzw. t-Tests für abhängige Stichproben geprüft. Für die Post-Hoc-Beurteilung wurden paarweise Vergleiche mit Bonferroni-Korrektur herangezogen (p<0,05).

ERGEBNISSE

Eine Analyse der oben genannten Confounder-Variablen ergibt keine expliziten Einschränkungen der im Folgenden berichteten Ergebnisse. Ebenso zeigt die Drop-Out-Analyse keine signifikanten Unterschiede in den relevanten Zielvariablen. Auch bei Ausschluss der Teilnehmer mit einem BMI≥30 ergeben sich mit zwei Ausnahmen (Liegestütze, habituelle körperliche Aktivität in der Freizeit) keine Veränderungen der im Folgenden berichteten Effekten.
Insgesamt zeigt das Gesundheitssportprogramm in allen gesundheitssportlichen Kernzielen (Tab. 1 und Tab. 2), im ernährungs- und bewegungsbezogenen Gesundheitsverhalten sowie in der Gesundheit (Tab. 3) positive Effekte. Im Durchschnitt betragen die Verbesserungen zwischen fünf und 20 Prozent vom Ausgangswert, und zwar in den meisten Fällen auch noch drei Monate nach dem Programm.
Hervorzuheben ist, dass nicht nur das Körpergewicht und der BMI reduziert werden, nicht nur das Ernährungs- und Bewegungsverhalten umgestellt werden, sondern dass sich auch die körperliche Leistungsfähigkeit und die Gesundheit verbessern. Dabei verringert sich der BMI beispielsweise um fast einen Punkt, Ausdauer und Beweglichkeit verbessern sich, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fühlen sich insgesamt gesünder und sind körperlich aktiver. Sie verlieren im Laufe der 14 Wochen durchschnittlich 2,58kg, was 3,04% des mittleren Ausgangsgewichts entspricht und auch drei Monate später konstant bleibt.
Tabelle 3:Ernährungs- und bewegungsbezogenes Gesundheitsverhalten sowie subjektive Gesundheit in  Abhängigkeit von den drei Messzeitpunkten (t 1 =Beginn, t2 =Ende, t3 =Follow-up); ANOVA: ** p&lt;0,01, *** p&lt;0,001; signifikante paarweise Vergleiche (PV): a=t 1 -t 2 , b=t 2 -t 3 , c=t 1 -t 3 ; n=66
Ausnahmen bilden die sport- und ernährungsbezogenen Konsequenzerwartungen sowie die sportbezogene Selbstwirksamkeit (Tab. 1) und die durch sportmotorische Tests gemessene Koordination (Tab. 2), für die sich keine signifikanten Verbesserungen nachweisen lassen.
Durch besonders hohe Effektstärken gekennzeichnet sind die Verbesserung der Gehzeit im 2-km-Walkingtest (Tab. 2) sowie die Verbesserung des sportbezogenen Handlungswissens (Tab. 1).

DISKUSSION

Die detaillierte Evaluation vor dem Hintergrund eines biopsychosozialen Modells der Gesundheit zeigt mittelfristig positive Effekte von M.O.B.I.L.I.S. light im Bereich der gesundheitssportlichen Kernziele sowie dem damit verbundenen ernährungs- und bewegungsbezogenen Gesundheitsverhalten und der Gesundheit. Die erzielten Effekte sind somit vergleichbar mit den für das einjährige M.O.B.I.L.I.S.-Programm für Adipöse (BMI≥30) berichteten (1, 6, 8, 9). Das Ausbleiben positiver Verbesserungen in einigen Variablen kann als Hinweis interpretiert werden, dass diese Aspekte in der kurzen Laufzeit des Programms nicht in ausreichender Weise trainiert bzw. geschult werden konnten. Beispielsweise ist für die Konsequenzerwartungen und die sportbezogene Selbstwirksamkeit anzunehmen, dass die Abwägung von Vor- und Nachteilen einer ernährungs- und bewegungsbezogenen Verhaltensumstellung sowie die Einschätzung, gegen innere und äußere Widerstände sportlich aktiv zu bleiben, explizit behandelt und beispielsweise durch entsprechende Bewältigungspläne unterstützt werden sollten (13).
Aus methodischer Sicht sind das Fehlen einer Kontrollgruppe und die Selbstselektion der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kritisch zu bewerten. So lassen sich Reifungs- und Zeiteffekte als Alternativerklärung durch das Fehlen einer vergleichbaren Kontrollgruppe nicht ausschließen. Allerdings zeigt sich in der Analyse der Confounder kein systematischer Einfluss. Bezogen auf die Selbstselektion ist davon auszugehen, dass es für die Teilnahme an dem Gesundheitssportprogramm ein gewisses Maß an Eigeninitiative, Motivation und Gesundheitsbewusstsein bedarf. Zudem findet man in der Stichprobenzusammensetzung die im Gesundheitssport geläufige Verschiebung zu weiblichen Angestellten mittleren Alters; Männer, Arbeiter und Jüngere sind in der Minderzahl.
Insgesamt sind zwar die methodischen Einschränkungen der Evaluation zu berücksichtigen. Aufgrund der spezifischen und detailliert nachweisbaren Effekte ist eine positive Wirkung von M.O.B.I.L.I.S. light aber durchaus anzunehmen. Die Nachhaltigkeit des Gesundheitssportprogramms könnte zukünftig durch Anschlussangebote in den Vereinen sicherlich noch verbessert werden, insbesondere im Hinblick auf eine qualitativ höhere Bindung an gesundes Ernährungs- und Bewegungsverhalten.

Danksagung
Die Autoren danken dem Deutschen Turner-Bund und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (Dr. Stefanie Wagner, GIZ GmbH, Ärztlicher Dienst) für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung bei der Durchführung der Studie sowie der BARMER GEK für die finanzielle Unterstützung des Projekts

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Korrespondenzadresse:
Prof. Dr. Frank Hänsel
Institut für Sportwissenschaft
Technische Universität Darmstadt
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